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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-771
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-771: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-771

Name


Jizchak Eisek ben Löb Hausen [31.12.1786]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏יפה פרי תואר עודנו באבה‏‎ Schön an Frucht und Wuchs, noch im Blühen,
‎‏צל המעלות שקעה בלי זמנו‏‎ der Schatten der Stufen ist gesunken vor seiner Zeit,
‎‏חכם לב פועל טוב עושה רצון קונו‏‎ Herzensweise, Gutes wirkend, den Willen seines Schöpfers tuend,
‎‏קוננו בכפליי׳ לעת צרה ותאמרו שוב׳‏‎ 5 doppelt wehgeklagt ob der Zeit der Not und sagt: kehr um,
‎‏את יום צום קראו יום חובה‏‎ den Tag des Fastens ruft aus zum Tag der Pflicht,
‎‏ה״ה התורנ׳ המופלא כ״ה יצחק איצק‏‎ es ist der wundervolle Toragelehrte, der geehrte Herr Jizchak Eisek,
‎‏בן פו״מ כ״ה ליב הויזן נפטר ונקבר‏‎ Sohn des Vorstehers und Leiters, des geehrten Herrn Löb Hausen, verschieden und begraben
‎‏[ב]שם טוב ביום א׳ עשרה בטבת‏‎ mit gutem Namen am Tag 1, Zehnter Tewet
‎‏תקמזי״ן לפ״ק‏‎ 10 547 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Sonntag, 31.12.1786 ;
Der Zehnter Tewet wird zum doppelten Trauertag, der allgemeine, der an den Beginn der belagerung Jerusalems durch Nebukadnezar errinernde Fastentag und der persönliche, der an den Tod von Jizchak erinnert. Gleiche Eulogie siehe Nr. hha-0022 ebenfalls für einen Jizchak, der 1786 starb.
Zl 2a: Jer 11,16; "Frischgrüner Ölbaum, schön von Frucht und Wuchs", so nannte (einst) der Ewige Israel.
Zl 2b: Ijob 8,12.
Zl 3a: Jes 38,8; dort ließ der Ewige zum Zeichen, daß der König Hiskijahu von seiner schweren Krankheit genesen werde, den Schatten den die Sonne Nachmittags auf den Stufen der Sonnenuhr wirft, wieder zurückgehen, eine bildliche Darstellung für den ständigen Lauf der Sonne, das an jenem Tag, ab Mittag, dem Zeitpunkt, da sie die Stufen "hinab zu steigen beginnt", verlängert bzw. verzögert wurde. Der Untergang der Sonne als Euphemismus für den Tod von Jizchak Hausen verdeutlicht noch mehr den frühen Tod, weil sie für ihn "vor der Zeit unterging", wohingegen sie bei Hiskijahu später als für gewöhnlich ihren (täglichen) Himmelslauf beendete.
Zl 3b: Vgl. Midrasch Agada (Buber) zu Gen 31,32 und vgl. Ex 17,12.
Zl 4a: Ex 35,25.
Zl 4b: bSan 42a.

Stilmittel

Reim auf -no in Zln 3/4 und auf -uwa in Zln 5/6.
Akrostichon in Zeilen 2-6: ‎‏יצחק איצק‏‎ Jizchak Izek

Beschreibung

Lage Planquadrate EE
Schrift erhaben
Zustand 2006 non in situ; Beschädigung leicht;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 1902, O 2525
shha (JG 73), S. 399, Nr. 15; Izek, Sohn des Leiters Löb Hausen, gestorben in Hamburg, beigelegt links vom betagten Mordechai Tobakspinner.
Grunwald, S. 257, Nr. 1629

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2001-09-24
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto
1942-1944
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-771
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-771
(letzte Änderungen - 2013-03-17 20:15)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-771
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