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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-759
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-759: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-759

Name


Sara Rachel ⚭ Zwi Hirsch [09.04.1830]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אשת חיל צנועה במעשיה‏‎ eine tüchtige Gattin, züchtig in ihren Werken,
‎‏בניה ובנותיה אוי ואבוי‏‎ ihre Söhne und ihre Töchter, Ach und Weh
‎‏צורחים ברמה ואנו ואבלו‏‎ schreien sie laut auf der Anhöhe zu Ramah, und es ächzen und trauern
‎‏בני בנה אשר גם עליהם‏‎ 5 die Kinder ihres Sohnes, denn auch ihnen war sie
‎‏במות אבותם היתה אם לרחמה‏‎ eine barmherzige Mutter, nach dem Tod ihrer Eltern,
‎‏ה״ה הרבנית [(מ׳)] שר[(ה)] רחל אלמ׳‏‎ es ist die Rabbinersgattin, Frau Sara Rachel, Witwe
‎‏המנוח [(הרב הגאון המ)]פורסם‏‎ des Seligen des überragenden Gelehrten, des in Israel
‎‏בישרא[(ל מוהר״ר צבי)] הירש‏‎ Weitbekannten, unseres Lehrers und Meisters, Herrn Zwi Hirsch
‎‏מזאמ[(ושט אב״ד דק״ק)] אה״ו‏‎ 10 aus Samoscht, dem Vorsitzenden der Gerichtsbarkeit der heiligen Gemeinden A(ltona), H(amburg), W(andsbek),
‎‏ותמת [(שרה בת שמו)]נה‏‎ und Sara starb im Alter von acht-
‎‏ושב[(עים שנה)] [ביום ו׳]‏‎ und siebzig Jahren am Tag 6,
‎‏בשנ[י ... ונ]קבר׳‏‎ am zweiten ... und wurde begraben
‎‏ביו׳ ב׳ דח[ה״מ] ש[. תק״ץ] לפ״ק‏‎ am 2. Tag der Zwischenfeiertage .. 590 der kleinen Zählung.
‎‏תהי נצב״ה‏‎ 15 Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Freitag, 09.04.1830 ; begraben am übernächsten Tag; Daten ergänzt nach sha und Grabbuch.
Die Inschrift der Rabbinersgattin Sara Rachel beschreibt die tiefe schmerzvolle Trauer um den Verlust der großen Fürsorgerin ihrer gesamten Familie. Sie erwähnt zwar ihren verstorbenen Gatten, den Rabbiner Hirsch Samoscht mit all seinen Titeln, doch sie verzichtet darauf, Sara Rachel als dessen Stütze zu beschreiben, ein nicht seltenes Lob für eine Rabbinersgattin
Das Material des Grabmals ist von deutlich geringerer Qualität als der ihres Gatten, der bedeutend besser erhalten ist, obwohl er 23 Jahre älter ist.
Die histor. Aufnahme zeigt das Grabmal in situ, jedoch bereits verwittert. Die Ergänzungen sind überwiegend nach der Abschrift von Duckesz vorgenommen.
Zl 2a: Spr 12,4; 31,10.
Zl 4b: Jes 3,26 und anklingend an Jer 31,15: "Eine Stimme der Klage wird zu Ramah gehört". Das hebräische ‎‏רמה‏‎, ist der biblischer Ortsname "Ramah", eine Anhöhe, aber auch "laut", was die Übersetzung zu berücksichtigen sucht.
Zl 6: Ihre Schwiegertochter starb 22 Jahre vor ihr.

Beschreibung

Lage Planquadrate EM
Schrift vertieft
Zustand 2006 non in situ, liegend; Verwitterung stark; Beschädigung schwer;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2012: 1. Liegendes Grabmal verankert und standsicher aufgestellt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4990, S 1435
sha (JG 75), S. 61, Nr. 14; die Rabbinersgattin Sara Rachel, Witwe des Rabbiners, des überragenden Gelehrten, des Vorsitzenden der Gerichtsbarkeit, unseres Lehrers, des Meisters, Herrn Hirsch aus Samoscht, begraben in reservierter Grabstelle neben dem Rabbiner, zu ihrer linken liegt ihre Schwiegertochter, Gattin des R. Lebesch (Nr. hha-0758, S 1436); gestorben am Rüsttag des heiligen Schabbat, 2. Tag von Pessach (590), begraben am Tag 1, 2. der Zwischenfeiertage von Pessach.
Duckesz, Iwoh Lemoschaw, S. 82 (H)
Grunwald, S. 294, Nr. 3792

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2004-08-24
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto
1942-1944

Schmalstieg, Denkmalpflegerische Massnahme

heutiges Foto
2010-2012

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-759
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-759
(letzte Änderungen - 2013-04-10 15:24)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-759
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