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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-750
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-750: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-750

Name


Jaakow Jokkel ben Israel Natan Hausen [05.10.1849]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏[כתר שם טוב]‏‎ ›Krone des guten Namen‹
‎‏[פ״נ]‏‎ Hier ist begraben
‎‏הגביר המהולל פו״מ כ״ה יעקב יוקל‏‎ der gepriesene Herr, der Vorsteher und Leiter, der geehrte Herr Jaakow Jokkel,
‎‏בן פו״מ כ״ה ישראל נתן הויסען ז״ל‏‎ Sohn des Vorstehers und Leiters, des geehrten Herrn Israel Natan Hausen, sein Andenken zum Segen,
‎‏נפטר ליל ש״ק יום ד׳ ונקבר בשם [טוב]‏‎ 5 verschieden in der Nacht des heiligen Schabbat, (den) 4. Tag, und ›begraben mit gutem Namen‹
‎‏יום א׳ ה׳ דחה״מ של סוכות שנת תר״[י לפ״ק]‏‎ (am) Tag 1, 5. der Zwischenfeiertage des Laubhüttenfestes des Jahres 610 der kleinen Zählung.
‎‏יעקב איש תם שמו נקרא על הא[דמה]‏‎ Jaakow, ›ein lauterer Mann‹, ›ward er auf Erden genannt‹,
‎‏בן איש חי ממשפחה רמה‏‎ ›ein tüchtiger Mann‹, ›aus einer hochstehenden Familie,‹
‎‏ישראל כונה בעבדו לבוראו באימה‏‎ Israel ward er genannt, da er seinem Schöpfer in Furcht diente,
‎‏נתן מהונו לדל וקהלתו נהג בחכמה‏‎ 10 von seinem Vermögen gab er dem Darbenden, und seine Gemeinde leitete er in Weisheit,
‎‏הוי אח עליו יקונן אשר באפו נשמה‏‎ Wehe, Bruder, wehklagt über ihn jeder, in dessen Nase Odem ist,
‎‏סע לארץ החיים מעין בשר נעל[מ]ה‏‎ fahr hin ins Lande des Lebens, ›dem menschlichen Auge entschwinde,‹
‎‏נעלה בן ע״ב שנים מתבל להבל דמה‏‎ mit 72 Jahren erhoben von der Erde, ›dem Hauche gleich,‹
‎‏זכרו לברכה נצב [ותהלתו קמה ׃]‏‎ sein gesegnetes Andenken ›begründet, und sein Ruhm entstanden‹.
‎‏תנצב״[ה]‏‎ 15 Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 1: Av 4,13  Zl 5: bBer 17a  Zl 7: Ijob 1,1 u.ö. | Zl 7: nach 1 Kön 8,43; Dan 9,19; und 2Chr 6,33  Zl 8: 2Sam 23,20 u. 1Kön 1,42 | Zl 8: Raschi zu 1Kön 20,24  Zl 12: bChul 95a  Zl 13: Ps 144,4  Zl 14: nach Gen 37,7

Kommentar

Datierung Gestorben Freitagabend, 05.10.1849 ; begraben am übernächsten Tag
Der Grabstein ist heute stark beschädigt. Die histor. Aufnahme von Febr./März 1943 zeigt ihn in situ und unbeschädigt. Auf der noch älteren Fotografie von Duckesz ist noch das Eisengitter zu sehen, das einst dieses Grabmal umschloß.
Zl 9: Anspielung auf Israel, den zweiten, neuen Namen des Erzvaters Jaakow.

Stilmittel

Reim auf -ma in Zln 7-14.
Akrostichon in Zeilen 7-14 ‎‏יעקב בן ישראל נתן הויסען זכרו (לברכה)‏‎ Jaakow Sohn des Israel Natan Hausen, sein Andenken (zum Segen)

Beschreibung

Lage Planquadrate DL EL
Schrift erhaben
Symbol Krone
Zustand 2006 non in situ, liegend; Verwitterung leicht; Beschädigung schwer;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2012: 1. Liegendes Grabmal, einfach gebrochen: verankert, geklebt und standsicher aufgestellt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 3800, S 1448
sha (JG 75), S. 133, Nr. 8; der Vorsteher der Gemeinde, der geehrte Jokel Josef, Sohn des geehrten Natan Hausen, beigelegt links des betagten Mosche KaZ (Grabstein nicht erhalten, S 1447). Deutsch: Jacob Meyer
Grunwald: -

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 332

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2001-10-12
schriftlos
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2001-10-08
Fragment-1246

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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1942-1944

Eduard Duckesz Glasplatten © CAHJP Jerusalem, Glasplatten: HMB/2452, Inv 2326 · Digitalisat: CDB/5-7

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Schmalstieg, Denkmalpflegerische Massnahme

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2020
Fragment-0750

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-750
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-750
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-750
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