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Hamburg-Altona, Königstraße 6023 inscriptions (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-129
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-129: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-129

Name

Seew Wolf Mosche ben Awraham Halevi Horwitz [24.05.1777]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏זקן הגיע לגבורות בנן של‏‎ ein Betagter, hohes Alter erreichte er, Sohn von
‎‏קדושים דור חמישי מהרב‏‎ Heiligen, fünfte Generation nach dem großen
‎‏הגדול החסיד המפורסם‏‎ Rabbiner, dem weitbekannten Frommen,
‎‏בהמ״ס של״ה זצלה״ה‏‎ 5 Verfasser des Schloh, das Andenken des Gerechten zum Segen für das Leben in der künftigen Welt,
‎‏אחוזת אבותיו ירש בתורה‏‎ das Gut seiner Ahnen erbte er in Tora
‎‏וביראה בבית המדרש‏‎ und (Gottes)furcht, im Lehrhaus
‎‏דקהילתינו למד כמה שנים‏‎ unserer Gemeinde lernte er mehrere Jahre mit
‎‏בהתמדה ׃ ה״ה הרבני מה״ו‏‎ Beständigkeit, es ist der Rabbinische, unser Lehrer, der Meister, Herr
‎‏זאב וואלף משה ב׳ הדיין‏‎ 10 Seew Wolf Mosche, Sohn des Rabbinatsassessors,
‎‏מה״ו אברהם הלוי מפוזן‏‎ unseres Lehrers, des Meisters, Herrn Awraham Halevi aus Posen,
‎‏זצ״ל הורוויץ נפטר בש״ט‏‎ das Andenken des Gerechten zum Segen, Horwitz, verschieden ›mit gutem Namen‹
‎‏בש״ק ונקבר ביום א׳ ל״ג‏‎ am heiligen Schabbat und begraben am Tag 1, LaG
‎‏בעומר שנת שכר טוב‏‎ baOmer des Jahres Guter Lohn.
‎‏תנצב״ה‏‎ 15 Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 12: bBer 17a

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 24.05.1777 ; begraben am nächsten Tag
Das Grabmal stand vermutlich schon Anfang der 40er Jahre, als die histor. Aufnahmen entstanden, nicht mehr an seiner ursprünglichen Stelle. Die Grabmale links (Nr. hha-1582, N 3087) und rechts (Nr. hha-5883, N 3085) davon folgen in der Aufnahmereihe unmittelbar aufeinander.
Die Inschrift nennt ihn Seew Wolf Mosche Sohn des Awraham Halevi Horwitz; sein shha-Eintrag: Wolf von der Klause und der shha-Eintrag des später neben ihm begrabenen Josef Löb Pfersee (Nr. hha-1582) schreibt den Namen Wolf Klausner.
Zl 2a: Nach Ps 90,10 und Av 5,21 ist damit das Alter von 80 Jahren gemeint. Siehe auch die Auslegung in MQ 28a (in der Goldschmidt-Übersetzung): "... wer aber ein hohes Alter erreicht, für den ist dies ein Tod mit einem Kusse".
Zln 2b/3a: bPes 104a; hier sind besonders Gelehrte und darum hochverehrte Rabbiner gemeint.
Zln 3b-5: Jeschajahu Horowitz (Polen oder Prag, ca. 1565 - Tiberias, 1630), Talmudgelehrter und Kabbalist, nach seinem Hauptwerk (‎‏שני לוחות הברית‏‎) ‎‏של״ה‏‎ (die zwei Tafeln), Schelah bzw. jiddisch Schloh genannt. Erstmals in Amsterdam 1660/61 gedruckt, erlangte das Werk große Popularität und erfuhr zahllose Nachdrucke. Selten ist die genaue Anzahl der Generationenfolge angegeben, häufiger ist sie mit der Angabe (‎‏נין ונכד‏‎) "Enkel und Urenkel" allgemeiner gehalten.
Zl 6a: Lev 25,41.
Zln 8/9: Das Substantiv "mit Beständigkeit" legt die Übersetzung mit "lernte" nahe, obwohl vom Kontext her genauso "lehrte" zuträfe.
Zl 12: Der Name wurde nach dem Grabbuch mit Horwitz wiedergegeben, Grunwald schreibt Hurwitz, sein Ahne, der "Shlah" wird meist Horowitz geschrieben.

Stilmittel

Chronogramm in Zl 14 mit dem Zahlenwert 537.
Akrostichon in Zeilen 2, 6-7: ‎‏זאב‏‎ Seew

Beschreibung

Lage Planquadrat AH Schrift erhaben
Symbol Levitenkanne
Zustand 2006 non in situ; Beschädigung mittel in zwei Teile zerbrochen;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 2738, N 3086
shha (JG 73), S. 345, Nr. 4; ein Mann, aufrecht und tugendhaft, der Betagte, der aus dem Zelte (der Tora) nicht wich, der Toragelehrte, unser Lehrer, der Meister, Herr Wolf von der Klause, gestorben in Altona, beigelegt links des Toragelehrten, unseres Lehrers, des Meisters, Herrn David Sohn des Izek, Sohn des Josle (Nr. hha-5883, N 3085).
Duckesz, Chachme AHW, S. 77, Nr. 59 (H) und S. 27 (D)
Grunwald, S. 264, Nr. 2069

Fotografien

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Bert Sommer

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2001-05-03
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-129
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-129
(last modified - 2014-11-21 08:09)

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