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Frankfurt am Main, Battonnstraße 3823 inscriptions (1272-1828)

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Name

R. Schneor Süsskind ben Hirsch Gundersheim (R. Süsskind Gundersheim) [09.10.1802]          

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Edition und Übersetzung

‎‏הרב מה״ר זיסקינד גונדרשהיי׳ תקסגימ״ל‏‎ Der Rabbiner, unser Lehrer, der Meister Herr Süsskind Gundersheim, 563.
‎‏פ״ט הזקן הרב המאור הגדול ומופלג בתורה ורב׳ בקהילתינו‏‎ Hier ist geborgen der Betagte, der Rabbiner, die große Leuchte und in Tora Ausgezeichnete und Haupt des Gerichts in unserer Gemeinde
‎‏ואב״ד דק״ק קאבלענץ ומדינה יע״א וב״מ ספר מקור חיים ועטרת‏‎ und Vorsitzender der Gerichtsbarkeit der heiligen Gemeinde Koblenz und der Landjudenschaft, der Höchste befestige sie, Amen, und Verfasser des Buches "Quell des Lebens und Krone
‎‏צבי על הלכות נדה כמהור״ר שניאר זיס[ק]ינד‏‎ des Zwi", über Rechtssätze zu Reinheitsvorschriften (der Frauen), unser geehrter Lehrer, der Meister, Herr Schneor Süsskind,
‎‏ב׳ הג״ץ כ״ה הירש גונדרשהיים זצ״ל נפטר במש״ק‏‎ 5 Sohn des Spendensammlers, des geehrten Herrn Hirsch Gundersheim, das Andenken des Gerechten sei zum Segen, verschieden am Ausgang des heiligen Schabbat
‎‏ונקבר למחרת׳ ביום א׳ ע״ס תקס״ג ל׳ אשר כל ימיו‏‎ und begraben am Tag darauf, am Tag 1, Rüsttag des Laubhüttenfestes 563 der Zählung, welcher all seiner Tage
‎‏חרד ומתאמץ בעבוד׳ הבורא ולמד בתורת ה׳ יום‏‎ furchtsam und bemüht war im Dienst am Schöpfer, und die Lehre des Ewigen lernte Tag
‎‏ולילה ולמד באש[מ]ורת הבוקר ד׳ שעות [לה]יות‏‎ und Nacht, und früh in der Morgenwache lernte er vier Stunden, um einer
‎‏מן ראשוום בבה״כ לעשות רצון קונו בתפילה !‏‎ der ersten in der Synagoge zu sein und den Willen seines Schöpfers durch Gebet zu erfüllen,
‎‏והרבץ תורה בתלמיד׳ מו(?) נואים(?) לשמ[וע] ממנו‏‎ 10 und er verbreitete die Lehre unter Schülern, die ... von ihm zu hören
‎‏[...]‏‎ [...]
‎‏[...]‏‎ [...]
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Kommentar

Datierung Gestorben Samstagabend, 09.10.1802 ; begraben am nächsten Tag


Laut sk wurde Süsskind Gundersheim (HoSt 3363) oben, an der Nordseite des Friedhofs begraben; rechts von seinem Kopf steht das Grabmal seines Kindes Chajim (HoSt 3365). Das sk vermerkt neben der 33jährigen Leitung des Gerichtsbarkeit in Koblenz auch die Mitgliedschaft von Gundersheim in der hiesigen Chewra Kaddischa für wohltätige Werke.
Zl 1: ‎‏רב׳‏‎, sonst ‎‏רב״ד‏‎ abgekürzt; "Haupt des Gerichts" bedeutet Vorsitzender einer der beiden Abteilungen im Rabbinatsgericht.
Zln 2b/3a: Der korrekte Titel des Buches lautet: ‎‏מקור חיים ותפארת צבי‏‎ (Quell des Lebens und Zierde des Zwi). Die Inschrift und das MF geben den Titel mit ‎‏מקור חיים ועטרת צבי‏‎ (Quell des Lebens und Krone des Zwi) an. Das Buch ist erstmals 1797/98 in Offenbach gedruckt (Friedberg, Bet Eked Sepharim, S. 670, Nr. 3450). Genauer ist Benjacob (Ozar ha-Sepharim, S. 367, Nr. 2141), der angibt, daß das Buch aus zwei Teilen besteht.

Abkürzung Schnörkel, Kreis und Tilde; Satztrenner: nein.

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Beschreibung


Maße 104 x 73 x 18 cm
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit scharriertem Rahmen. Das Schriftfeld schließt mit einem eingezogenen Rundbogen, darin im Halbrund das Hauszeichen, ein Pflug in Seitenansicht. Darüber auf dem Rahmen zwei Kopfzeilen, die dem Bogenverlauf folgen.
Hauszeichen Pflug
Zustand Zln 10/11 sind stark verwittert, auch im übrigen Schriftfeld sind Verwitterungsspuren sichtbar. Eine Zeile war im Boden.

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Zur Person


Sein Name, das Eintrittsdatum (Zwischenfeiertage des Pessachfestes 515, d.i. 1755) und das Hauszeichen Pflug sind auf dem dritten Becher der Chewra Kaddischa ‎‏ח״ק דג״ח‏‎ eingraviert.

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Zur Familie


Vater: Hirsch S. Chajim Gundersheim (Nr. ffb-1547, Ho 3410, ET 13.IV.1771)
Mutter: Sarle T. Izek Stern (Nr. ffb-1515, Ho 1959, ET 10.III.1729) oder ihre Schwester Hewle (Nr. ffb-1548, Ho 2932, ET 19.III.1758)
Gattin: Hindle T. Selkle Oppenheim, in Koblenz gest. (ET 1.V.1785)
Kind: Chajim (Nr. ffb-1608, Ho 5388/o. Datum, ET 3.VII.1760)

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Quellen / Sekundärliteratur

sk, 52/22, Nr. 65


MF, S. 783, Nr. 1 (ebenso ET). Memorbuch Koblenz, S. 33 (mko-0002).

Lö, Kurpfalz, S. 231, Anm.
Statuten der ‎‏חברא קדישא דגומלי חסדים‏‎ zu Frankfurt am Main, Frankfurt a.M. 1890, S. 41
ET 9.X.1802
Dietz, S. 131
Lö, Jüdische Grabsteine, in: Blätter ..., V. Jg., Nr. 9, S. 138
Ho, Rabb., hebr. Anhang S. 27 (Inschrift) und S. 44 (sk-Eintrag)
Ho 4406
HoNam S. 710: Gundersheim Süsskind
HoEd: Zl
HoSt 3363

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Fotografien

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Andreas Hemstege

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1571
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-1571
(last modified - 2013-12-04 04:58)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (30301 Inschriften) angeboten werden.

Inschriften des Jahres 1802

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

 

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letztes update: 2015-04-29
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