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Frankfurt am Main, Battonnstraße 3874 inscriptions (1272-1828)

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Name

Izek ben Löb Kanne [30.12.1731]          

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Edition und Übersetzung

‎‏האלוף והקצין מופלא ומו{פלג כמהור״ר איצק}‏‎ Der Vornehme und der Einflußreiche, wunderbar und ausgezeichnet, unser geehrter Lehrer und Meister, Herr Izek,
‎‏בן הקצין המפורסם השתדלן כהר״ר ליב ק{ן זצ״ל}‏‎ Sohn des weitbekannten Einflußreichen, des Fürsprechers, des geehrten Meisters, Herrn Löb Kanne, das Andenken des Gerechten zum Segen,
‎‏{נפט׳ ונק׳ בש״ט} ובמספד גדול יו׳ א׳‏‎ verschieden und begraben mit gutem Namen und mit großer Trauerbekundung Tag 1,
‎‏ר״ח‏‎ Neumond
‎‏[ט]בת תצ״ב ל׳‏‎ 5 Tewet 492 der Zählung.
‎‏רך בשנים ואב בחכמה חכמ{תו}‏‎ Zart an Jahren und schwer an Weisheit, seine Weisheit
‎‏בחוץ תרונה סיני ועוקר {הרים יגע}‏‎ ruft laut auf der Gasse, "Sinai" und "der Berge ausreißt", er mühte sich
‎‏ומצא במעט השני׳ מה ש{לא ....}‏‎ und erreichte in den wenigen der Jahre, was nicht ...
‎‏{תלמיד ותיק לכמה שנים מאסף ... המתנות}‏‎ ein hervorragender Schüler in vielen Jahren sammelt ... die Geschenke
‎‏{ומעורר ... כומל ....}‏‎ 10 und erweckt ...
‎‏{......}‏‎ ...
‎‏{... בתורה ושארי ...}‏‎ ... in der Tora und den übrigen ...
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Kommentar

Datierung Gestorben Sonntag, 30.12.1731


Laut sk erhielt Izek am Grab den Morenu-Titel.
Zl 2: Kanne, geschrieben ‎‏קן‏‎ (kan).
Zln 3-5: Das angegebene Datum (so auch im MF) ist nicht eindeutig, da der Monat Tewet zwei Neumondtage hat. Die Angabe "Tag 1" könnte also auch den ersten Neumondstag, den 30. Kislev, meinen. Da dieser jedoch 1731 auf einen Schabbat fiel, wäre dieser besondere Wochentag in der Inschrift gewiß erwähnt worden. Also bezieht sich das "Tag 1" hier auf den Wochentag, und Izek starb am Sonntag, dem zweiten Neumondstag des Tewet. Bestätigt wird dies durch das sk, das als Sterbe- und Begräbnisdatum den Tag 1, 1. Tewet 492, nennt.
Zl 6: "Zart an Jahren und schwer an Weisheit", BerR 90,3, dort vom dreißigjährigen Josef gesagt, der vor den Pharao tritt.
Zln 6/7: "Seine Weisheit ruft laut auf der Gasse", vgl. Spr 1,20.
Zl 7: "Sinai" und "der Berge ausreißt" heißen nach bBer 46a die babylonischen Amoräer Raw Josef und Rabba; daran angelehnt Ehrenbezeichnung für herausragende Gelehrte, wobei "Sinai" den in allen Belangen der schriftlichen und mündlichen Tora vorzüglich Bewanderten meint und "der Berge ausreißt" den überaus Scharfsinnigen. Der hier Besungene war beides, war in allen Fragen kompetent und ausgebildet und war auch dazu berufen, mit Scharfsinn halachische Probleme zu lösen.
Zln 8/9: Während das MF den Verstorbenen sehr ausführlich und teilweise in den Worten der Inschrift preist, variiert (und konkretisiert) der sehr viel kürzere sk-Eintrag hier: ‎‏והגיע ... צורבא מרבנן לכ״ח שנה יותר מה שהגיע תלמיד וותיק למאה שנים‏‎, er erlangte ... mehr Scharfsinn in 28 Jahren als ein hervorragender Schüler in einhundert Jahren erlangte.
Zl 9: ‎‏תלמיד ותיק‏‎, hervorragender Schüler, meint einen ausgezeichneten und hervorragenden Gelehrten. Die Buchstabenreste auf dem Stein scheinen nicht immer zur Ho-Abschrift zu passen, doch kann aus den wenigen noch lesbaren Buchstaben keine eigene Lesung angeboten werden.

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Beschreibung


Maße xxcm
Beschreibung Stele mit leicht eingezogenem Rundbogen und Volute an der rechten Ecke; zwei Kopfzeilen im Rahmen; im rechten Rahmen florales Motiv. Das Schriftfeld schließt mit einem eingezogenen Rundbogen, darunter im Halbrund des Schriftfeldes drei Zeilen.
Zustand Der Stein ist links stark beschädigt, Teile des Rahmens und der Inschrift fehlen; im Schriftfeld starke Verwitterungen. Steht dicht hinter einem höheren Stein nach vorne geneigt und so eingekeilt, daß nur die oberen Zeilen und auch diese nur verzerrt gelesen werden können. Wahrscheinlich Zln im Boden.

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Zur Person


Laut ET ist Izeks Name (als Jitschak b. Lejb Kan) auf dem zweiten Becher der Chewra Kaddischa für wohltätige Werke zu finden, mit dem Eintrittsdatum Tammus 481 (1721) und dem Bild 'Schwan'.

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Zur Familie


Vater: Bäcker Lejb zur bunten Kanne, dann zur Fleischschirn S. Itsek (ET 29.IX.1719)
Mutter: Schejnchen T. Itsek Reusse (ET 21.III.1719)
Gattin: Jente T. Gumpel Hannover KaZ (ET 26.X.1749)
Kinder: Lejb Kanne zur Amsel (ET 9.VI.1766); der Vorsteher Jakef Kanne zur Fleischschirn (ET 7.XI.1774)

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Quellen / Sekundärliteratur

sk, 21/8, Nr. 132


MF, S. 190, Nr. 1

ET 30.XII.1731
Ho 2055
HoNam. S. 717: Kann, Isak
HoEd: Zl 2 ‎‏ב׳‏‎, im Text ‎‏בן‏‎; ‎‏מפורסים‏‎, im Text ‎‏מפורסם‏‎. Zl 3 ‎‏יום‏‎, im Text ‎‏יו׳‏‎. Zl 5 ‎‏שבט‏‎, im Text ‎‏]ט[בת‏‎; ‎‏לפ״ק‏‎, im Text ‎‏ל׳‏‎. Zl 8 ‎‏שנים‏‎, im Text ‎‏שני׳‏‎.
HoSt 2550

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Fotografien

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Andreas Hemstege

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1959
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-1959
(last modified - 2015-07-30 13:29)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (30727 Inschriften) angeboten werden.

Inschriften des Jahres 1731

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

 

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