(1272-1828)
| מוהר״ר משה אב״ד דק״ק מנהיים | Unser Lehrer und Meister Herr Mosche, Vorsitzender der Gerichtsbarkeit der heiligen Gemeinde Mannheim | ||||
| אשא קינה ונהי במר[ה] | Wehklage und Wehgesang erhebe ich in Bitternis, | ||||
| על פטיר[ת הבקי] | über das Hinscheiden des Bewanderten | ||||
| בחדר[י התורה] | in den Geheimnissen der Tora. | ||||
| [ה״ה האלוף כמה״ר משה בן מהור״ר זעלקלי נפ׳ ונק׳] | 5 | Der Vornehme, der geehrte, unser Lehrer, der Meister Herr Mosche, Sohn unseres Lehrers, des Meisters, Herrn Selkle, verschieden und begraben | |||
| [ג׳ ה׳ אדר תמ״ב] | (Tag) 3, 5. Adar 442 | ||||
Datierung Gestorben, Freitag 13.02.1682 (!)
Zum Datum: In der Ho-Abschrift stimmen Wochen- und Monatstag nicht überein. Überdies war jenes Jahr ein Schaltjahr, was bei Ho nicht zu erkennen ist. Da dieser Teil der Inschrift eingesunken ist, läßt sich über die Genauigkeit der Abschrift nichts sagen. Das oben angegebene Datum richtet sich nach dem Monatstag im ersten Adar 442. Dieses Datum, mit dem stimmigen Wochentag (Freitag) und der genauen Monatsangabe (erster Adar), gibt das MF. Das sk hingegen gibt "zu Beginn des Freitag, 12. des ersten Adar" (19.2.1682) als Todestag an.
Auf die Unstimmigkeit in der Ho-Abschrift hatte auch Lö hingewiesen. Unna korrigiert in der Inschrift selbst nach dem MF, schreibt in einer Anmerkung die sk-Angabe. ET schließt sich dem sk an.
Inschrift und sk-Eintrag sind in Ho, Rabb. abgedruckt.
Laut sk wurde R. Mosche (HoSt 3397) in der Mitte des Friedhofs, zu seinem Vater R. Selkle (HoSt 3228) gerichtet, begraben.
Zl 2: Anspielung auf Jer 31,14 (נהי) und Jer 7,29 (אשא קינה).
Zln 3b/4: tKet 5a; "Gehemnisse der Tora", wörtlich: "Die (verborgenen) Kammern", "Gemächern" der Tora.
Zl 6: Datum unstimmig, s.u.
Abkürzung Punkt; Satztrenner: nicht feststellbar.
Beschreibung
Geschweift rundbogiger Abschluß, an den Ecken je eine Rosette. Das Schriftfeld schließt mit einem eingezogenen Rundbogen. Darüber eine Kopfzeile, dem Bogenverlauf folgend. Im Halbrund des Schriftfeldes das Hauszeichen im Hochrelief.
Hauszeichen
Ring
Zustand
Der Stein ist unterhalb von Zl 4 im Boden eigesunken. Zln 3/4 sind stark verwittert.
ET läßt die Rubrik "Haus" ohne Eintrag. Da der Vater von R. Mosche im weißen Ring wohnte, und fuf dem Stein ein Ring dargestellt ist, nehmen wir an, daß er im Haus seines Vaters wohnte.
Vater: Jehuda Selkle S. Jechiel Grotwol (Nr. ffb-1672, Ho 979, ET 29.XI.1669)
Mutter: Hindle T. R. Mosche (Nr. ffb-2166, nicht bei Ho, ET 21.III.1660)
Gattin: ET unbekannt; Schönle Adler (Dietz)
Kinder: unbekannt
sk, S. 550, Nr. 10
MF, S. 64, Nr. 10 (ET: 79-1)
Lö, Kurpfalz, S. 86, Anmerkung
ET 19.II.1682
Dietz, S. 104
Lö, Jüdische Grabsteine, in: Blätter ..., III. Jg., Nr. 4, S. 47
Ho, Rabb., S. 11, 33 (hebr. Anhang)
Ho 1121
HoNam S. 724: Moses S. Selkle
HoEd: Zl 1 מהור״ר, im Text מוהר״ר. Der Zustand der Inschrift läßt nur einen begrenzten Vergleich mit der Ho-Abschrift zu. Der Text den Ho in Zl 5 angibt, verteilt sich sicherlich auf zwei oder gar drei Zeilen. Zu der unstimmigen Datumsangabe s.u.
HoSt 3397
Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße,
ffb-1633
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-1633
(last modified - 2013-12-04 04:58)
An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (30469 Inschriften) angeboten werden.
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