logo epidat: epigraphische Datenbank

Frankfurt am Main, Battonnstraße 3875 inscriptions (1272-1828)

information   inscriptions   map   indices   Download
Inv.-Nr.:
year:
    «    [607/3875]    »     »|
Edition Kommentar Stilmittel Beschreibung Personalia Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID ffb-2160
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-2160: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ffb-2160

Name

Jaakow ben Uri KaZ (Jakew Schiff KaZ) [28.11.1654]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏מוהר״ר יאקב שיף כ״ץ‏‎ Unser Lehrer, der Meister, der geehrte Herr Jakew Schiff KaZ
‎‏י״ט כסלו‏‎ - 19. Kislev
‎‏תט״ו לפ״ק‏‎ 415 der Zählung -
‎‏פה נקבר יעקב איש תם‏‎ Hier ist begraben Jaakow, ein Mann, lauter
‎‏ונבר שלם רב וכן נגז ועבר‏‎ 5 und geläutert, (von) großem Frieden und so ist er aufbewahrt und vergangen,
‎‏מושלם בתור׳ וי״ח לא חסר‏‎ vollkommen in Tora und ... mangelte ihm
‎‏דבר דיין מצויין באחיו‏‎ nicht, ein ausgezeichneter Richter über seine Brüder,
‎‏גבר מה״ר יעקב בר אורי‏‎ ein Herr, unser Lehrer, der Meister Jaakow, Sohn des Uri
‎‏כ״ץ ז״ל אורו זרח בתורה‏‎ KaZ, sein Andenken zum Segen, sein Licht ging auf in der Tora,
‎‏אור גמר וסבר ה״ל לש״ק‏‎ 10 ein Licht kundig und scharfsinnig, er ging in seine Welt am heiligen Schabbat,
‎‏ח״י כסלו ונקב׳ יום א׳ י״ט‏‎ 18. Kislev und wurde begraben Tag 1, 19.
‎‏כסלו תט״ו ל׳ תנצ״ב א׳‏‎ Kislev 415 der Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens, Amen

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 28.11.1654
Jaakow Schiff war Gaon, ein überragender Gelehrter; er wurde wegen seiner Gelehrsamkeit gepriesen (s. auch HoRabb.). Er wurde neben seinem Sohn Meir Schiff begraben. Dieser war der berühmte Rabbi Meir Schiff der Jüngere, der gefeierteste Talmudgelehrte seiner Zeit, welcher bereits mit 17 Jahren zum Rabbiner in Fulda ernannt wurde und eine große Anzahl grundlegender theologischer Werke verfaßt hat. (s. sk, aaO. und Dietz, aaO.)
Zl 2 u. 3: bedeutend kleinere Buchstaben.
Zl 4 - 6 und 10: Die letzten Buchstaben sind in den Rahmen geschrieben.
Zl 4/5: ‎‏איש תם ונבר‏‎ Kombination von Ijob 1,8 mit 2Sam 22,27; Ps 18,27.
Zl 5: ‎‏גנז‏‎ vgl. Schekalim 6,2.
Zl 7/8: ‎‏באחיו גבר‏‎ vgl. 1Chr 5,2.
Zl 10a: meint kundig und scharfsinnig in der Tora.
Zl 10b: ‎‏ה״ל‏‎ aufgelöst in ‎‏הלך לעולמו‏‎.
Abkürzung Ringe Satztrenner: nein

Stilmittel

Reim auf -awar in Zln 5, 7, 8 und 10.
Akrostichon

Beschreibung

Maße 108 x74 x13 cm
Beschreibung hochrechteckige Stele mit eingezogenem Flachbogenabschluß, auf den Schultern je eine Rosette, eine Kopfzeile, doppelte Stufung zum vertieften Inschriftenfeld, als Hauszeichen ein dickbauchiges Schiff mit Segeln, seitliche Rahmen scharriert.
Zustand leichte Verwitterungen, besonders in Zl 2 und 3.

Zur Person

Haus: Schiff

Zur Familie

Vater: Wajbesch z. Wedel S. Majer k"ts, d. 16.VII.1606 (Ho 407)
Mutter: Hindlen T. Majer SeGaL (Ho 372, ET 17.IV.1601)
Gattin: Gutlin T. Jokew Günzburg (Nr. ffb-2157, Ho 800, ET 23.III.1641)
Kinder: Majer z.Schiff, dann in Fulda, d. 2.III.1641 (Ho 686); Wajbesch Schiff (Ho 112, ET 1.VII.1681); Lejzer Schiff z.grünen Schild (Nr. ffb-2219, Ho 1418, ET 16.III.1700); Mosche Schiff z.Goldstein, d. 29.XI.1672 (nicht bei Ho); Aberle, d. 15.XI.1634, der anschd.unvh.starb (nicht bei Ho); Brajnle G. Mosche aus Giessen z. Schiff, d. um 1623 (nicht bei Ho).

Quellen / Sekundärliteratur

sk, S. 308, Nr. 34
MF, S. 33, Nr 5
ET 28.XI.1654
Dietz, S. 257
Lö, Jüdische Grabsteine, in: Blätter ..., II. Jg., Nr. 8, S. 62
Ho, Rabb., S. 58, 67, 73, 74, 79.
Ho 793
HoNam S. 733: Schiff Jac.
HoEd: Zl 1 ‎‏מהור״ר‏‎, im Text ‎‏מוהר״ר‏‎. Zl 2 ‎‏י״ט כסלו‏‎ fehlt. Zl 6 ‎‏בתורה וי״ה‏‎, im Text ‎‏בתור׳ וי״ח‏‎. Zl 11 fehlt ‎‏ונקב׳ יום א׳ י״ט ‏‎ und in Zl 12 fehlt ‎‏בכסלו‏‎. Zl 12 ‎‏לפ״ק‏‎, im Text ‎‏ל׳‏‎; ‎‏תנצב״ה‏‎, im Text ‎‏תנצ״ב‏‎.
HoSt 2226

Fotografien

  «    »  

Andreas Hemstege

heutiges Foto
recto
top of the page

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-2160
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-2160
(last modified - 2015-07-30 13:29)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1654

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=ffb-2160
letztes update: | licensed under a Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Attribution 4.0 International License
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
Datenschutzhinweis