(1272-1828)
| הישיש כמר מאיר פונטי קירש | Der Greise, der geehrte Herr Meir bunte Kirsche. | ||||
| האיש אשר פה | Der Mann, der hier | ||||
| שכב במטמונים ׃ ה | im Verborgenem ruht, ging | ||||
| שכם וה[ערב לה]תפלל | frühmorgens und abends zum beten | ||||
| לאל שוכן מעונים ׃כמר | 5 | zu Gott, dem, der in den Wohnstätten weilt. Der geehrte Herr, | |||
| בר משה מ[אזו]ז כ״ץ ז״ל | Sohn des Mosche Moses KaZ, sein Andenken zum Segen, | ||||
| נפ׳ ונק׳ ב׳ דר״ח אייר תפ״[א] | verschieden und begraben (am) 2. Neumondstag Ijar 481 | ||||
Datierung Gestorben, Montag, 28.04.1721
Der Eintrag im MF erfolgte erst rd. 2½ Jahren nach Meirs Tod. Der Eintrag ist knapp und ohne Sterbedatum. Daraus mag man schließen, daß die Hinterbliebenen nicht zu den Wohlhabenden in der Frankfurter Gemeinde gehörten.
Zl 1: Meirs Wohnhaus zur bunten Kirsche, ist hier punti Kirsch geschrieben.
Zl 3: "im Verborgenem", vgl. WaR 1,13, dort in einem anderen Zusammenhang.
Zln 3/4: vgl. 1Sam 17,16 und die Auslegung in bSot 42a. Hier ist die Synagoge als Ort des Gebets nicht erwähnt. Zeilenübergreifendes Wort.
Zl 5: alef-lamed-Ligatur.
Zln 5/6: Der Vorname Meir wurde im Text vergessen. Er gehört entweder am Ende von Zl 6 oder am Anfang von Zl 6.
Zl 7: Meir starb am 2. Neumondstag Ijar, d.i. der 1. Ijar. ET gibt den 1. Neumondstag, den 30. Nissan als Todestag an, weil Ho in seiner Abschrift בר״ח, am Neumondstag statt ב׳ דר״ח, 2. Neumondstag angibt.
Abkürzung Punkt; Satztrenner: ''.
Maße
82 x 59 x 15 cm
Beschreibung
eingezogener Rundbogen mit Rosetten auf den Ecken. Das Schriftfeld schließt ebenfalls mit einem eingezogenen Rundbogen, darin im Halbrund das Hauszeichen, dargestellt als einen Ast an dessen Ende eine Kirsche hängt.
Symbol
nein
Hauszeichen
(bunte) Kirsche
Zustand
Zwei Zln waren im Boden. Das Schriftfeld ist ab Zl 4 verwittert. Die Inschrift enthielt sehr wahrscheinlich eine weitere Zeile mit der Schlußformel תנצב״ה.
Meir wohnte im Haus bunte Kirsche. ET (aus Schudt) nennt ihn den scheelen Mayer, das MF nennt ihn Meir bunte Kirsche zur bunten Kirsche, das sk nennt ihn Meir, Sohn von Moses Schloß. Meir (HoSt 2526) wurde laut sk im ersten Drittel, in der Mitte des Friedhofs begraben. Rechts von seinem Kopf, drei Schuh entfernt stand das Grabmal seines Vaters.
Vater: Mosche, Sohn von Salman Schloß (nicht bei Ho, ET 15.II.1697)
Mutter: Gutle, Tochter von Kalonymos (Nr. 1903, Ho 1362, ET 29.XII.1695)
Gattin: Lea
Kinder: unbekannt
sk, 18/6, Nr. 23
MF, S. 155, Nr. 4 (ET: 188-4)
ET 27.IV.1721
Ho 1773
HoNam S. 722: Meir z. Bund Kirsch
HoEd: Zl 5 ...., wir lesen כמר. Wir nehmen an, daß an dieser Stelle mit Recht den Namen des Verstorbenen vermutete, der aber vom Steinmetzen vergessen wurde. Zl 7 בר״ח, im Text ב׳ דר״ח (s. Kommentar).
HoSt 2526
An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (25417 Inschriften) angeboten werden.
to be done ...
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