(1272-1828)
| [האלוף והקצין המפורסם] התורני ורבני המופלג פ״ו ג״ה | Der weitbekannte Vornehrme und Einflußreiche, der ausgezeichnete Toragelehrte und Rabbinische, Vorsteher und Leiter, Kastenmeister der Gemeinde, | ||||
| [כהר״ר זיסקינ]ד בן הו״ה כה[ר״ר ז]נוויל שטערן ז״ל ׃ צו׳ גולדן קן | der geehrte Meister, Herr Süskind, Sohn des Vornehmen und des Einflußreichen, des geehrten Meisters, Herrn Sanwil Stern, sein Andenken zum Segen, zur goldenen Kanne, | ||||
| נפטר ונקבר ביום ד׳ ג׳ כסליו תקכ״ד ל׳ | verschieden und begraben am Tag 4, 3. Kislev 524 der (kleinen) Zählung. | ||||
| האבן הזאת שמתי לראש אשר יאמר עליו | Diesen Stein setzte ich zu Häupten dessen, über dem gesagt werde, | ||||
| כי הוא זה גדול בישראל וביהודה נודע שמו | 5 | er ist ein Großer in Israel und in Jehuda kundworden sein Name. | |||
| וטבעו יצא בעולם לשם ולתהלה ׃ יועץ ונשוא | Sein Ruf ging hinaus in die Welt zum Ruhm und Lobpreis. Rat, von hohem | ||||
| פנים וחכם חרשים וגבר בכולא בפרט בתורה | Ansehen, geheimer Rat, mächtig in Allem, insbesondere in Tora | ||||
| וגדולה בימי חורפו לא פסק פומי׳ מגירסא גרס | und Größe, in seiner Jugendzeit ließ sein Mund nicht ab vom Lernen, er lernte | ||||
| וד[ייק] [בפל]פול וסברא לאסוקי שמעתא אליבא | und war genau in Disputation und mit Scharfsinn sich abzugeben mit der Überlieferung (in Übereinstimmung mit) | ||||
| דה[ילכתא והי׳] ביתו בית ו[עד לח]כמי׳ המורים דרך | 10 | der Halacha und sein Haus war ein Versammlungsort der Gelehrten, die den gebahnten Weg | |||
| [סלולה ... מא]ד בלימודו מתוך(?) | zeigen, ... sehr in seinem Lernen aus(?) | ||||
| [... אהבה רבה וגדולה] צדקת [...] | ... große und vielfache Liebe, Gerechtigkeit ..... | ||||
| [...] | ... | ||||
| [...] | ... | ||||
| [...] תנצב״ה [...] | 15 | 15 ... Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens ... | |||
Datierung Gestorben, Mittwoch, 09.11.1763
Laut sk wurde Süskind (HoSt 3353) in der Mitte des Friedhofs begraben. Zu seinem Kopf gerichtet, steht das Grabmal seines Vaters Sanwil (HoSt 3477) und rechts von seinem Kopf, das Grabmal seiner Mutter Schönche (HoSt 3478). Beide Grabmale stehen vor dem Grabmal von Süskind. Die Inschrift ist bei Ho, Rabb. abgedruckt.
Zl 2: Der Kürzel הו״ה beim Vater Sanwil wurde mit "der Vornehme und der Einflußreiche", nach der Angabe in seiner Inschrift.
Zl 4: zusammengesetztes Zitat aus Gen 28,22 und 18.
Zl 5: vgl. Ps 76,2; hier umgestellt, vielleicht um den Vergleich auszuschließen, denn dieser Psalmvers lobt den Ewigen.
Zl 6a: bMeg 14b; טבע, wörtlich: das Ausgeprägte, bedeutet eine Münze und übertragen der Ruf. Das Ansehen eines Herrschers bestand darin, daß die mit seinem Bildnis geprägte Münze verbreitet war. "Ruhm und Lobpreis", Zef 3,20.
Zln 6b/7a: 2 Kön 5,1 und Jes 3,3.
Zl 8a: Ijob 29,4.
Zl 8b: Vgl. bShab 30b.
Zln 8c/9a: Vgl. bBB 21a; dort heißt es, besser ist ein Lehrer, der sorgfältig und genau ist, aber weniger gelernt hat, als einer der viel gelernt hat, aber nicht sorgfältig ist. Auf Süskind trafen beide Attribute zu.
Zln 9b/10a: bSot 21a.
Zl 10b: Av 1,4.
Zln 10c/11a: Vgl. Jer 18,15; dort der "ungebahnter Weg".
Abkürzung Schnörkel; Satztrenner: Halbhoch gesetzte Raute.
Maße
140 x 102 x 22 cm
Beschreibung
Große rechteckige Stele nit scharriertem Rahmen. Eine wulstartige Rahmenleiste trennt den Rahmen vom eingetieften Schriftfeld. Dieser schließt mit einem stark eingezogenem Rundbogen. Darin im Halbrund das Hauszeichen, erhaben. Darüber zwei Kopfzeilen, die dem Bogenverlauf folgen.
Symbol
nein
Hauszeichen
Kanne
Zustand
Der obere rechte Teil fehlt, der gesamte untere Bereich des Schriftfeldes ist sehr stark verwittert.
Süskind heiratete um 1722 und wohnte im Haus goldene Kanne. Er war viele Jahre lang Agent der Gemeinde am Wiener Hof gewesen. Süskind, sein Vater Sanwil und sein Schwiegervater Berman Halberstadt gehörten zu denen, die die Herausgabe von נוהג כצאן יוסף finanziell unterstützten. 1750 war er Mitunterzeichner des Protokolls der Sitzung, in der eine neue Ordnung beschlossen wurde, die die Kulp-Kannschen Streitigkeiten beilegen sollte. Im gleichem Jahr errichtete er eine Firma für Ein- und Verkauf alter Metalle. 1751 schrieb er gemeinsam mit Löb Scheuer as R. Jonathan Eibeschütz einen Brief, im Zusammenhang mit den Streitigkeiten zwischen Eibeschütz und Pne Jehuschua.
Vater: Sanwil, Sohn von Süskind Stern (Nr. 1523, Ho 2395, ET 1.V.1741)
Mutter: Schönche, Tochter von Elijahu Oppenheim (Nr. 1553, Ho 2626, ET 19.III.1749)
Gattin: Freidchen, Tochter von Berman Halberstadt (Nr. 1550, Ho 3276, ET 30.XII.1767)
Kind: Miriam, Gattin von Löb Kanne (Nr. 1518, Ho 5710/o. Datum, ET 10.V.1742)
Bruder: Mosche Jizchak Tudros (Nr. 1575, Ho 3628, ET 22.II.1779)
sk, 34/9, Nr. 79
MF, S. 404, Nr. 2 (ebenso ET)
ET 10.XI.1763
Dietz S. 297-98
Lö, Jüdische Grabsteine, in: Blätter ..., IV. Jg., Nr. 10, S. 155 (vgl. Vorrede zu נוהג כצאן יוסף)
Ho, Rabb S. 110, S. 122, S. 138-140, S. 143 und S. 154 (in Anm. auch Frau Stern) und hebr. Anhang S. 20
Ho 3151
HoNam S. 739: Stern Süsskind z. goldn. Kann
HoEd: Zl 1 ג״ח, im Text ג״ה. Zl 2 בהו״ה, im Text בן הו״ה; צו, im Text צו׳. Zl 3 נפט׳ ונק׳, im Text נפטר ונקבר; לפ״ק, im Text ל׳. Zl 4 על ראש, im Text לראש. Zl 6 נושא, im Text נשוא. Zl 8 פומי, im Text פומי׳. Zl 9......, im Text בפלפול. Zl 10 לחכמים, im Text לחכמי׳. Zl 15 fehlt bei Ho, im Text [...] [...] תנצב״ה.
HoSt 3353
An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (25417 Inschriften) angeboten werden.
to be done ...
|
contact us
Creative Commons License Valid XHTML 1.0 Strict letztes update: 2013-04-25 |
|
powered by TUSCRIPT modul |