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Frankfurt am Main, Battonnstraße 3798 inscriptions (1272-1828)

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Name

Süskind ben Sanwil Stern [09.11.1763]          

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Edition und Übersetzung

‎‏[האלוף והקצין המפורסם] התורני ורבני המופלג פ״ו ג״ה‏‎ Der weitbekannte Vornehrme und Einflußreiche, der ausgezeichnete Toragelehrte und Rabbinische, Vorsteher und Leiter, Kastenmeister der Gemeinde,
‎‏[כהר״ר זיסקינ]ד בן הו״ה כה[ר״ר ז]נוויל שטערן ז״ל ׃ צו׳ גולדן קן‏‎ der geehrte Meister, Herr Süskind, Sohn des Vornehmen und des Einflußreichen, des geehrten Meisters, Herrn Sanwil Stern, sein Andenken zum Segen, zur goldenen Kanne,
‎‏נפטר ונקבר ביום ד׳ ג׳ כסליו תקכ״ד ל׳‏‎ verschieden und begraben am Tag 4, 3. Kislev 524 der (kleinen) Zählung.
‎‏האבן הזאת שמתי לראש אשר יאמר עליו‏‎ Diesen Stein setzte ich zu Häupten dessen, über dem gesagt werde,
‎‏כי הוא זה גדול בישראל וביהודה נודע שמו‏‎ 5 er ist ein Großer in Israel und in Jehuda kundworden sein Name.
‎‏וטבעו יצא בעולם לשם ולתהלה ׃ יועץ ונשוא‏‎ Sein Ruf ging hinaus in die Welt zum Ruhm und Lobpreis. Rat, von hohem
‎‏פנים וחכם חרשים וגבר בכולא בפרט בתורה‏‎ Ansehen, geheimer Rat, mächtig in Allem, insbesondere in Tora
‎‏וגדולה בימי חורפו לא פסק פומי׳ מגירסא גרס‏‎ und Größe, in seiner Jugendzeit ließ sein Mund nicht ab vom Lernen, er lernte
‎‏וד[ייק] [בפל]פול וסברא לאסוקי שמעתא אליבא‏‎ und war genau in Disputation und mit Scharfsinn sich abzugeben mit der Überlieferung (in Übereinstimmung mit)
‎‏דה[ילכתא והי׳] ביתו בית ו[עד לח]כמי׳ המורים דרך‏‎ 10 der Halacha und sein Haus war ein Versammlungsort der Gelehrten, die den gebahnten Weg
‎‏[סלולה ... מא]ד בלימודו מתוך(?)‏‎ zeigen, ... sehr in seinem Lernen aus(?)
‎‏[... אהבה רבה וגדולה] צדקת [...]‏‎ ... große und vielfache Liebe, Gerechtigkeit .....
‎‏[...]‏‎ ...
‎‏[...]‏‎ ...
‎‏[...] תנצב״ה [...]‏‎ 15 15 ... Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens ...
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Kommentar

Datierung Gestorben, Mittwoch, 09.11.1763


Laut sk wurde Süskind (HoSt 3353) in der Mitte des Friedhofs begraben. Zu seinem Kopf gerichtet, steht das Grabmal seines Vaters Sanwil (HoSt 3477) und rechts von seinem Kopf, das Grabmal seiner Mutter Schönche (HoSt 3478). Beide Grabmale stehen vor dem Grabmal von Süskind. Die Inschrift ist bei Ho, Rabb. abgedruckt.
Zl 2: Der Kürzel ‎‏הו״ה‏‎ beim Vater Sanwil wurde mit "der Vornehme und der Einflußreiche", nach der Angabe in seiner Inschrift.
Zl 4: zusammengesetztes Zitat aus Gen 28,22 und 18.
Zl 5: vgl. Ps 76,2; hier umgestellt, vielleicht um den Vergleich auszuschließen, denn dieser Psalmvers lobt den Ewigen.
Zl 6a: bMeg 14b; ‎‏טבע‏‎, wörtlich: das Ausgeprägte, bedeutet eine Münze und übertragen der Ruf. Das Ansehen eines Herrschers bestand darin, daß die mit seinem Bildnis geprägte Münze verbreitet war. "Ruhm und Lobpreis", Zef 3,20.
Zln 6b/7a: 2 Kön 5,1 und Jes 3,3.
Zl 8a: Ijob 29,4.
Zl 8b: Vgl. bShab 30b.
Zln 8c/9a: Vgl. bBB 21a; dort heißt es, besser ist ein Lehrer, der sorgfältig und genau ist, aber weniger gelernt hat, als einer der viel gelernt hat, aber nicht sorgfältig ist. Auf Süskind trafen beide Attribute zu.
Zln 9b/10a: bSot 21a.
Zl 10b: Av 1,4.
Zln 10c/11a: Vgl. Jer 18,15; dort der "ungebahnter Weg".

Abkürzung Schnörkel; Satztrenner: Halbhoch gesetzte Raute.

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Beschreibung


Maße 140 x 102 x 22 cm
Beschreibung Große rechteckige Stele nit scharriertem Rahmen. Eine wulstartige Rahmenleiste trennt den Rahmen vom eingetieften Schriftfeld. Dieser schließt mit einem stark eingezogenem Rundbogen. Darin im Halbrund das Hauszeichen, erhaben. Darüber zwei Kopfzeilen, die dem Bogenverlauf folgen.
Hauszeichen Kanne
Zustand Der obere rechte Teil fehlt, der gesamte untere Bereich des Schriftfeldes ist sehr stark verwittert.

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Zur Person


Süskind heiratete um 1722 und wohnte im Haus goldene Kanne. Er war viele Jahre lang Agent der Gemeinde am Wiener Hof gewesen. Süskind, sein Vater Sanwil und sein Schwiegervater Berman Halberstadt gehörten zu denen, die die Herausgabe von ‎‏נוהג כצאן יוסף‏‎ finanziell unterstützten. 1750 war er Mitunterzeichner des Protokolls der Sitzung, in der eine neue Ordnung beschlossen wurde, die die Kulp-Kannschen Streitigkeiten beilegen sollte. Im gleichem Jahr errichtete er eine Firma für Ein- und Verkauf alter Metalle. 1751 schrieb er gemeinsam mit Löb Scheuer as R. Jonathan Eibeschütz einen Brief, im Zusammenhang mit den Streitigkeiten zwischen Eibeschütz und Pne Jehuschua.

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Zur Familie


Vater: Sanwil S. Süskind Stern (Nr. ffb-1523, Ho 2395, ET 1.V.1741)
Mutter: Schönche T. Elijahu Oppenheim (Nr. ffb-1553, Ho 2626, ET 19.III.1749)
Gattin: Freidchen T. Berman Halberstadt (Nr. ffb-1550, Ho 3276, ET 30.XII.1767)
Kind: Miriam G. Löb Kanne (Nr. ffb-1518, Ho 5710/o. Datum, ET 10.V.1742)
Bruder: Mosche Jizchak Tudros (Nr. ffb-1575, Ho 3628, ET 22.II.1779)

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Quellen / Sekundärliteratur

sk, 34/9, Nr. 79


MF, S. 404, Nr. 2 (ebenso ET)

ET 10.XI.1763
Dietz S. 297-98
Lö, Jüdische Grabsteine, in: Blätter ..., IV. Jg., Nr. 10, S. 155 (vgl. Vorrede zu ‎‏נוהג כצאן יוסף‏‎)
Ho, Rabb S. 110, S. 122, S. 138-140, S. 143 und S. 154 (in Anm. auch Frau Stern) und hebr. Anhang S. 20
Ho 3151
HoNam S. 739: Stern Süsskind z. goldn. Kann
HoEd: Zl 1 ‎‏ג״ח‏‎, im Text ‎‏ג״ה‏‎. Zl 2 ‎‏בהו״ה‏‎, im Text ‎‏בן הו״ה‏‎; ‎‏צו‏‎, im Text ‎‏צו׳‏‎. Zl 3 ‎‏נפט׳ ונק׳‏‎, im Text ‎‏נפטר ונקבר‏‎; ‎‏לפ״ק‏‎, im Text ‎‏ל׳‏‎. Zl 4 ‎‏על ראש‏‎, im Text ‎‏לראש‏‎. Zl 6 ‎‏נושא‏‎, im Text ‎‏נשוא‏‎. Zl 8 ‎‏פומי‏‎, im Text ‎‏פומי׳‏‎. Zl 9......, im Text ‎‏בפלפול‏‎. Zl 10 ‎‏לחכמים‏‎, im Text ‎‏לחכמי׳‏‎. Zl 15 fehlt bei Ho, im Text [...] ‎‏[...] תנצב״ה.‏‎
HoSt 3353

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Fotografien

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Andreas Hemstege

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1577
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-1577
(last modified - 2013-12-04 04:58)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (27131 Inschriften) angeboten werden.

Inschriften des Jahres 1763

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

 

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letztes update: 2014-07-29
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