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Frankfurt am Main, Battonnstraße 3875 inscriptions (1272-1828)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID ffb-1469
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1469: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ffb-1469

Name

Schmuel ben Hennech Halle (Schmuel Halle) [04.09.1810]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏ה״ה כ״ה שמואל האללי תק״ע‏‎ Der geehrte Herr Schmuel Halle, 570
‎‏ה״ה הו״ה אי״א כ״ה שמואל בן המנוח ה״ה כ״ה‏‎
‎‏הענך האללי ז״ל נפטר ליל‏‎ Der Vornehme und Einflußreiche, ein gottesfürchtiger Mann, der geehrte Herr Schmuel, Sohn des Seligen, des geehrten Herrn
‎‏ג׳ ונקבר בש״ט ביו׳ ד׳ ו׳ אלול‏‎ Hennech Halle, sein Andenken zum Segen, verschieden in der Nacht
‎‏תק״ע לפ״ק פ״ט איש תם וישר‏‎ 5 3 und begraben mit gutem Namen am Tag 4, 6. Elul
‎‏שהלך תמים שמו הטוב נודע‏‎ 570 nach kleiner Zählung. Hier ist geborgen ein Mann, lauter und aufrecht,
‎‏בשערים ומהספדא הי׳ ניכר‏‎ der lauter wandelte, sein guter Name war bekannt
‎‏שאדם חשוב הי ונסמך בשם‏‎ in den Toren und aus der Trauerrede wurde erkannt,
‎‏החבר בשכר זה תנצב״ה‏‎ daß er ein angesehener Mann war und man verlieh ihm den Titel

Kommentar

Datierung Gestorben, Dienstag, 04.09.1810
Laut sk wurde Schmuel (HoSt 3698) in der Mitte des Friedhofs begraben; links von ihm steht das Grabmal seines Bruders Joel (Nr. ffb-1484, Ho 4516, HoSt 3568, ET 28.VIII.1806) und ihm wurde wurde am Grabe der Titel det Toragelehrte verliehen vom Vorsitzenden der Gerichtsbarkeit, der Barmherzige hüte und erhalte ihn.
Die Inschrift faßt die Taten von Schmuel knapp zusammen indem sie von seinem Ansehen berichtet. Das MF ist weit ausführlicher und zählt die Taten auf. Besonders großzügig "mit seinem Körper und seinem Vermögen" war er zu den Armen. Schmuel war beständig in seinem Gebet und selbst als "sein Augelicht von ihm genommen wurde" hörte er nicht auf und "betete stets mit den Zehn in seinem Hause". Die Trauerrede und wohl auch die Verleihung des chawer -Titels nahm der damalige Oberrabiner, Hirsch S. Pinchas Halevi Horovitz (Nr. ffb-0078, Ho 4847, ET 8.IX.1817), vor.
Oberkante und Zl 1: Die Anrede ‎‏ה״ה‏‎ wurde nicht gesondert übersetzt, sie wurde mit den übrigen Ehrentitel zusammengefaßt.
Zl 3a: bBer 17a
Zl 4b: Ijob 1,1
Zl 5a: Ps 15,2
Zl 5b/6a: vgl. Spr 31,23 und Koh 7,1
Zl 6b/7a: vgl. bShab 153a: "aus der Trauerrede eines Menschen erkennt man ob er für das künftige Leben bestimmt ist."
Abkürzung Tilden, Kringel und Schleifen; Satztrenner: nein

Stilmittel

Reim auf -im in Zln 5/6.

Beschreibung

Maße 82 x 60 x 13 cm
Beschreibung Eine Zeile auf der Oberkante
Zustand Leichter Schaden in der Kopfzeile. Leichte ansetzende Verwitterung im Schriftfeld, die Schrift ist noch gut lesbar.

Zur Person

Schmuel heiratete am 26.V.1779 und wohnte im Haus Buchsbaum.

Zur Familie

Vater: Hennoch Halle z. Buchsbaum S. Awraham Halle aus Hamburg (Nr. ffb-1431, Ho 2901, ET 26.II.1757)
Mutter: Chaiche T. Meir Kassel SeGaL (Nr. ffb-1457, Ho 5740/o. Datum, ET 14.III.1795)
Gattin: Tserle aus Altona T. Majer Hausen, gest. 18.X.1847
Kinder: Hennech (Enoch), gest. 26.VI.1835, Jokkel (Jakob), gest. 3.VII.1840, Awrom (Abraham), gest. 19.I.1844, Kind Ziskind, gest. 28.XI.1789 und Minkche, (Mina) G. Henche, gest. 2.XI.1839

Quellen / Sekundärliteratur

sk, 55/24, Nr. 60
MF, S. 864, Nr. 1 (ET: 913-3)
ET 4.IX.1810
Dietz S. 142
Klibansky, Erich, Frankfurter Judenstättigkeitsliste vom Jahre 1802, in: JFF, Jg. II, Nr. 1, S. 109
Ho 4624
HoNam S. 711: Halle Sam.
HoEd: Der Text auf der Oberkante fehlt bei Ho. Zl 1 ‎‏בהמנו׳‏‎, im Text ‎‏בן המנוח‏‎. Zl 2 ‎‏נפ׳‏‎, im Text ‎‏נפטר‏‎. Zl 3 ‎‏ונק׳‏‎, im Text ‎‏ונקבר‏‎; ‎‏יו׳‏‎, im Text ‎‏ביו׳‏‎. Zl 4 ‎‏את״ו‏‎, im Text ausgeschrieben ‎‏איש תם וישר‏‎. Zl 5 ‎‏ופועל צדק‏‎ nicht im Text. Ho hat Ps 15,2 vielleicht aus Gewohnheit weiter zitiert. Zl 6 ‎‏מהספיד׳‏‎, im Text ‎‏ומהספדא‏‎. Zl 8 ‎‏ב״ז‏‎, im Text ausgeschrieben ‎‏בשכר זה‏‎.
HoSt 3698

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Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1469
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(last modified - 2016-01-20 09:02)

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