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Frankfurt am Main, Battonnstraße 3875 inscriptions (1272-1828)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID ffb-1436
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1436: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ffb-1436
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Name

Reichle bat Henoch Halle ⚭ Eisek Hahn [16.02.1811]          

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Edition und Übersetzung

‎‏האשה היקרה הזקינה א״ח מ׳ רייכלי אשת‏‎ Die teure Frau, die Betagte, die tüchtige Gattin Frau Reichle, Gattin des
‎‏הו״ה המנוח כ׳ אייזק האן ז״ל בת‏‎ Teuren und Erhabenen, des Seligen, des geehrten Eisek Hahn, sein Andenken zum Segen, Tochter
‎‏הו״ה התורני כ״ה הענך האללי ז״ל‏‎ des Teuren und Erhabenen, des Toragelehrten, des geehrten Herrn Henoch Halle, sein Andenken zum Segen,
‎‏{נפ}טרת יום ש״ק ונקברת יום א׳‏‎ verschieden (am) Tage des heiligen Schabbat und begraben (am) Tag 1,
‎‏{כ״ג שבט תקע״א לפ״ק}‏‎ 5 23. Schwat 571 nach kleiner Zählung,
‎‏{שהי׳ א״ח כשרה ... תפלתה עשתה}‏‎ welche eine tüchtige Gattin war, tugendhaft ......, ihr Gebet tat sie
‎‏{בכוונה אף שהי׳ מטופל ביסורים}‏‎ in Andacht, obwohl sie mit Leiden behaftet war.
‎‏{ב״ז תנצב״ה}‏‎ Um dessentwillen sei ihre Seele eingebunden in das Bündel des Lebens
 Oberkantenzeile
‎‏א׳ אייזק האן תקע״א‏‎ Gattin des Eisek Hahn, 571.
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Kommentar

Datierung Gestorben, Samstag, 16.02.1811
Laut sk wurde Reichle (HoSt 3745) in der Mitte des Friedhofs begraben. Links von ihrem Kopf, zwei Schuh entfernt steht das Grabmal ihres Bruders Schmuel (Nr. ffb-1469, Ho 4624, HoSt 3698, ET 4.IX.1810).
Leicht variierende Schreibweise der Namen. im MF ‎‏רייכלה‏‎, im sk ‎‏רייכלא‏‎ und im Text ‎‏רייכלי‏‎. Im MF ‎‏האללע‏‎, im sk und im Text ‎‏האללי‏‎. Das MF ergänzt die Inschrift in dem es mitteilt, daß Reichle ihre Nachkommen den geraden Weg wies. Das JTS schreibt: "in der Nacht des heiligen Schabbat".
Oberkante: Das ‎‏א׳‏‎ lösen wir mit ‎‏אשת‏‎, Gattin des, auf. Vielleicht ist auch eine alef-lamed-Ligatur zu lesen die dann mit ‎‏אל׳‏‎ >für ‎‏אלמנת‏‎, Witwe des, zu übersetzen wäre.
Zl 1: Spr 31,10
Zln 2 und 3: ‎‏הו״ה‏‎ mit "der Teure und Erhabene" aufgelöst, weil es die häufigere Auflösung dieses Kürzels ist.
Zl 6a: Spr 31,10. ‎‏כשרה‏‎ geben wir mit tugendhaft wieder. Nicht auszuschließen ist ‎‏כשרה‏‎, Sara gleich. Diese Zweifel können nicht ausgeräumt werden weil der nachfolgende Text von Ho nicht gelesen werden konnte und von uns nicht gelesen werden kann, weil der Stein eingesunken ist.
Zln 6b/7a: vgl. bBer 31a.
Abkürzung Schnörkel, Tilde; Satztrenner: nein?

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Beschreibung

Maße 46 x 57 x 15 cm
Beschreibung Rechteckige Stele mit scharriertem Rahmen. Das Schriftfeld schließt mit einem eingezogenen Rundbogen, darüber die Kopfzeile, die dem Bogenverlauf folgt. Die Oberkante ist ebenfalls beschriftet. Die Hilfslinien des Steinmetzen sind noch teilweise erkennbar.
Zustand Der Stein ist teilweise eingesunken. Der sichtbare Teil ist weitgehend gut erhalten.

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Zur Person

Laut ET heiratete Reichle um 1756 und wohnte im Haus Hahn (auch nach Klibansky und Heinemann, die das Haus hintern rothen Hahn nennen). Laut Heineman starb Reichle im Alter von 77 Jahren.

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Zur Familie

Vater: Hennoch Halle z. Buchsbaum S. Awraham Halle aus Hamburg (Nr. ffb-1431, Ho 2901, ET 26.II.1757)
Mutter: Chaiche T. Meir Kassel SeGaL (Nr. ffb-1457, Ho 5740/o. Datum, ET 14.III.1795)
Gatte: Eisek S. Anschel Hahn (Nr. ffb-0144, Ho 3898, ET 1.IV.1786)
Kinder: Henech (Ho 3712, ET 1.VIII.1781), Salman (nicht bei Ho, ET 28.V.1769), Amschel (Ho 3144, ET 27.V.1763), Breinle G. Wolf Fulda, gest. 4.XII.1841, Beile G. Michel Goldschmied-Hameln SeGaL, gest. 25.II.1842, (ET 25.XII.1830)

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Quellen / Sekundärliteratur

sk, 56/4, Nr. 12
MF, S. 866, Nr. 4 (ET: 916-2)
JTS Manuscript BN3672, S. 89b
Heinemann, Ada, Nochmals: Die Frankfurter Judenstättigkeitsliste vom Jahre 1802, in: JFF, Jg. XIII, Heft 47, S. 882
ET 16.II.1811
Dietz, S. 141f. (Eltern und Brüder)
Klibansky, Erich, Frankfurter Judenstättigkeitsliste vom Jahre 1802, in: JFF, Jg. II Nr. 2, S. 137
Ho 4641
HoNam S. 711: Hahn Reichle geb. Halle
HoEd: Oberkantenzeile fehlt bei Ho. Zl 2 ‎‏המנו׳‏‎, im Text ‎‏המנוח‏‎. Zl 4 ‎‏נפ׳ יו׳‏‎, im Text ‎‏נפטרת יום‏‎; ‎‏ונק׳ יו׳‏‎, im Text ‎‏ונקברת יום‏‎. Der übrige Text mußte nach Ho ergänzt werden.
HoSt 3745

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Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1436
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-1436
(last modified - 2016-01-20 09:02)

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