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Frankfurt am Main, Battonnstraße 3798 inscriptions (1272-1828)

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Name

Gitel bat Michel Breslau ∞ Jaakow Halle [21.10.1792]          

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Edition und Übersetzung

‎‏[האשה חשובה הו״ה מ׳ גיטלכה]‏‎
‎‏[בת מ... כמה״ו מיכל ברסלויא]‏‎ Die angesehene Frau, die Züchtige und Anmutsvolle, Frau Gitelche,
‎‏[שהי׳ אב״ד בק״ק [ואר][ נדארף]‏‎ Tochter des ..., des geehrten, unseres Lehrers, des Meisters, Herrn Michel Breslau,
‎‏[במדינות מינשטר אש]ת הו״ה‏‎ welcher Vorsitzender der Gerichtsbarkeit war in der heiligen Gemeinde Warendorf,
‎‏כהר״ר יעקב האלי יצ״ו נו״נ ביום א׳ ה׳ מרחשון‏‎ 5 in der Landjudenschaft Münster, Gattin des Teuren und Erhabenen,
‎‏תקנגימ״ל לפ״ק פ״ט עבור שהיתה מיוחסת‏‎ des geehrten Meisters, Herrn Jaakow Halle, sein Fels und Erlöser behüte ihn, verschieden und begraben am Tag 1, 5. Marcheschvan
‎‏ביחוסום הגדולי׳ ביראה במוסר ובחכמה !‏‎ 553 nach kleiner Zählung. Hier ist geborgen. Dafür, daß sie geadelt war
‎‏לשונה נצרה מרע שפתיה מדבר מרמה‏‎ mit der edlen Herkunft von Großen, in Ehrfurcht, Sitten und Weisheit,
‎‏סוד אחר לא גלתה רק בלבבה הית׳ סתומה‏‎ ihre Zunge vor Bösem wahrte, ihre Lippen vor Trugreden,
‎‏וחתומה לאוהב שלום ולרדף שלום הצנע !‏‎ 10 des anderen Geheimnis nicht verriet, es nur in ihrem Herzen war, verschlossen
‎‏לכת כל כבודה בת מלך פנימה אשת חיל‏‎ und versiegelt. Frieden lieben und ihn erstreben, demütig
‎‏עטרת בעלה כל ימי חייה בזכות זה‏‎ wandeln, alle Ehre der Königstochter im Innnern, tüchtige Gattin,
‎‏תנצב״ה בגן עדן אמן‏‎ Krone ihres Gatten alle Tage ihres Lebens war. Um dessentwillen
 Oberkantenzeile
‎‏האשה מ׳ גיטל א׳ כ׳ יעקב האלי תקנ״ג ל׳‏‎ sei ihre Seele eingebunden in das Bündel des Lebens im Garten Eden Amen
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Kommentar

Datierung Gestorben, Sonntag, 21.10.1792


Laut sk wurde Gitelche (HoSt 3847) in der Mitte des Fridhofs begraben; links von ihr steht das Grabmal von Edel (Ho 5762, HoSt 3844, ET 26.VI.1762) G. Joel Halle T. Wolf Halle aus Hamburg.
Da der obere Teil der Inschrift verloren ist, wurden Zln 1-4 von Ho übernommen mit seine Zeileneinteilung, auch wenn sie nicht stimmt. Inschrift und MF-Eintrag sind nahezu identisch.
Zl 1: Der Name Gitelche nach der Ergänzung aus Ho. Das MF schreibt Gitel.
Zl 3: Warendorf liegt östlich von Münster. Der Ortsname wurde nach dem MF ergänzt.
Zl 7b: vgl. Spr 1,7, mussar hier nach Mendelssohn mit Sitten übersetzt. Die Mehrzahl der Übersetzungen gibt das Wort mit Zucht wieder.
Zl 8: Ps 34,14.
Zl 9/10a: Zusammengesetztes verändertes Zitat aus Spr 25,9 und Dan 12,9
Zl 10b/11a: Mich 6,8.
Zl 11a: vgl. Ps 45,14.
Zl 11b/12a: Spr 12,4.

Abkürzung nicht erkennbar; Satztrenner: nicht erkennbar

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Stilmittel


Reim auf -ma in Zln 7/8 und 10/11

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Beschreibung


Maße 118 x 72 x 17 cm
Zustand Der obere Teil ist abgeblättert, die (zwei?) Kopfzeilen vollständig verloren. Das Schriftfeld ist gut erhalten, das Foto teilweise grausam.

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Zur Person


Gitelche heiratete um 1772 und wohnte im Haus Buchsbaum. Ihr Gatte handelte mit sächsischen Wollwaren.

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Zur Familie


Vater: Michel Breslau SeGaL, Oberrabbiner zu Warendorf
Mutter: unbekannt
Gatte: Jaakow S. Henche Halle (1485, Ho 4660, ET 10.X.1811)
Kinder: Enoch, gest. 20.III.1820 in Offenbach, Meier, gest. 29.XII.1837, Kind Joel, gest. 24.XII.1776, Kind Lejb, gest. 23.I.1785, Jeruchem (Nr. ffb-1466, Ho 4423, ET 2.V.1803), Brajnliche (Bertha) G. Ezriel Reuse zur Trommel, gest. 23.VI.1852 und Regina G. Josua Gerson.

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Quellen / Sekundärliteratur

sk, 48/9, Nr. 57


MF, S. 660, Nr. 1 (ET: 703-1)

ET 21.X.1792
Dietz S. 142 (Gatte)
Lö, Jüdische Grabsteine, in: Blätter ..., V. Jg., Nr. 6, S. 96 (Warendorf vgl. auch ZHB VI, 41)
Ho 4087
HoNam S. 700: Breslau Gütelche
HoEd: Zl 3 ‎‏...נדארף‏‎, Lö ergänzt ‎‏וארנדארף‏‎. Zl 5 ‎‏אלי׳‏‎ (Eli), im Text ‎‏האלי‏‎ (Halle); ‎‏ביו׳‏‎, im Text ‎‏ביום‏‎. Zl 6 ‎‏תקנ״ג‏‎, im Text ‎‏תקנ״גימל‏‎; ‎‏שהית׳‏‎, im Text ‎‏שהיתה‏‎. Zl 7 ‎‏ביחוסים‏‎, im Text Verschreiber ‎‏ביחוסום‏‎; ‎‏הגדול וביראה ... כמה‏‎, im Text ‎‏הגדולי׳ ביראה במוסר ובחכמה‏‎. Zl 9 ...., wir lesen ‎‏סוד אחר‏‎; ....., wir lesen ‎‏הית׳ סתומה‏‎. Zl 10 ‎‏וחסד ...‏‎, wir lesen ‎‏וחתומה‏‎; ‎‏שלו׳ ולרדוף שלו׳‏‎, im Text ‎‏שלום ולרדף שלום‏‎. Zl 12 ‎‏חיי׳ ........‏‎, im Text ‎‏חייה בזכות זה‏‎. Zl 13 ‎‏בג״ע א׳‏‎, im Text ‎‏בגן עדן אמן‏‎.
HoSt 3847

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Fotografien

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Andreas Hemstege

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1417
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-1417
(last modified - 2013-12-04 04:58)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (28964 Inschriften) angeboten werden.

Inschriften des Jahres 1792

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

 

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