(1272-1828)
| החסידה מ׳ [וריי]דכן א׳ מו״ה משה שיף | Die Fromme, Frau Freudchen, Gattin unseres Lehrers und Meisters, Mosche Schiff | ||||
| [פה] טמונה אשה חשוב׳ | Hier ist geborgen eine angesehene | ||||
| [והגונה] | und würdige Frau, | ||||
| [שבחה מי מנה תפלתה עשתה] | ihr Lob, wer zählte es? Ihr Gebet verrichtete sie | ||||
| [בכוונה להאל השוכן במעונה] | 5 | in Andacht zu dem Gott, der da in der Wohnstatt weilt, | |||
| [מרת וריידכן בת הר״ר דוד ז״ל] | Frau Freudchen, Tochter des Meisters, Herrn David, sein Andenken zum Segen, | ||||
| [נפ׳ ונק׳ יום ב׳ כ״ג כסליו תנ״ד] | verschieden und begraben am Tag 2, 23. Kislev 454 | ||||
| [לפ״ק תנצב״ה] | der kleinen Zählung. Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens | ||||
Datierung Gestorben, Montag, 21.12.1693
Laut sk wurde Freudchen (HoSt 75) oben auf dem Friedhof begraben, auf der Südseite, auf dem südöstlichen Abschnitt. Ihr Kopf ist ausgerichtet auf die Füße ihrer Mutter (NoHo).
Zl 1: Wie aus dem Familiennamen des Vaters hervorgeht ist das dargestellte Schiff auf dem Grabstein hier als Symbol für den Familiennamen zu sehen, und nicht als Hauszeichen, denn Freudchen lebte im Haus Goldstein.
Zl 2: Das letzte Wort der Zeile ist entweder abgekürzt oder zeilenübergreifend geschrieben; bei Ho ist es ausgeschrieben.
Zl 3: ab hier mußte die Inschrift vollständig nach Ho ergänzt werden, die Zeilenaufteilung kann nicht stimmen.
Zl 4a: vgl. Num 23,10.
Zln 4b-5a: vgl. bBer 31a.
Zl 5b: "der in der Wohnstatt weilt" ist eine aus Dtn 33,27 abgeleitete liturgische Bezeichnung Gottes, die auch gegen Ende der Pessach-Hagada zu finden ist. מעונה/"Wohnstatt" ist der fünfte der sieben Himmel, s. bHag 12b.
Abkürzung Haken?; Satztrenner: nicht mehr auszumachen
Maße
x Breite x Tiefe cm
Beschreibung
Stele mit eingezogenen Flachbogenabschluß, auf den Ecken aufgesetzte Rosetten. Das vertiefte Schriftfeld schließt ebenfalls mit einem eingezogenen Flachbogen, darin das Familienzeichen, ein erhabenes Schiff, darüber auf dem Rahmen, dem Bogenverlauf folgend, eine Kopfzeile.
Symbol
keine
Zustand
Der Stein ist auf Höhe von Zeile 2 gebrochen und liegt. Die untere Hälfte und die rechte obere Rosette mit einem Teil des Abschlusses fehlen, die Inschrift mußte teilweise nach Ho ergänzt werden.
Vater: Tewle Scheuer, Sohn des Bendit (NoHo, ET 9.X.1630)
Mutter: Reislen, Tochter des Wolf Oppenheim (NoHo, ET b./12.I.1623, dem Vater)
Gatte: Mosche Schiff, Sohn des Jaakow KaZ (NoHo, ET 29.XI.1672)
Kinder: der Schamasch Aberle Schiff zum Goldstein (Ho 1661, ET 2.VI.1715); David Schiff (Ho 1386, ET 22.X.1697); Bendit Schiff zum Goldstein (Ho 1448, ET 25.XII.1704)
sk 12/8, Nr. 104
MF, S. 85, Nr. 4 (ET: 106-7) (Während im MF der Vatersname fehlt, gibt ihn ET nach seiner Ausgabe des MF mit "Freudchen, Tochter des Märtyrers Tewle" an.)
ET 21.XII.1693
Dietz, S. 255 (Vater?), S. 258 (Gatte und Söhne)
Ho 1335
HoNam S. 733: Freidchen Schiff
HoEd: Zl 1 כמר, im Text מו״ה. Zl 2: חשובה, siehe Zeilenkommentar. Der Rest der Inschrift mußte nach Ho ergänzt werden, eine Überprüfung war nicht möglich.
HoSt 75
An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (25417 Inschriften) angeboten werden.
to be done ...
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