logo epidat: epigraphische Datenbank

menu IT epigraphy Steinheim-Institute contact us

Frankfurt am Main, Battonnstraße 3798 inscriptions (1272-1828)

information   inscriptions   full-text-search   map   indices  
Inv.-Nr.:
year:
    «    [1129/3798]    »     »|
Edition Kommentar Stilmittel Beschreibung Personalia Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text
top of the page

Name

Täubchen bat Löb Oppenheim Hammel SeGaL ∞ Chajim [28.12.1724]          

top of the page

Edition und Übersetzung

‎‏[הגבירה והצנועה מרת טייבכן]‏‎ Die Herrin und die Züchtige, Frau Täubchen,
‎‏[א׳ ה״ה הר״ר חיים בת האלוף הנעלה]‏‎ Gattin des geehrten Herrn, des Meisters, Herrn Chajim, Tochter des Vornehmen, des Erhabenen,
‎‏[כהר״ר ליב אופנהיים האמיל סג״ל]‏‎ des geehrten Meisters, Herrn Löb Oppenheim Hammel SeGaL
‎‏גולדן שוואני‏‎ Goldener Schwan
‎‏[נפט]רת ביום ה׳ [לע]ת ערב י״ב‏‎ 5 verschieden am Tag 5 zur Abendzeit, 12.
‎‏[טב]ת ונקברת ב[עש״]ק י״ג טב[ת]‏‎ Tewet, und begraben am Vorabend des heiligen Schabbat, 13. Tewet
‎‏[תפ״]ה לפ״ק ופ[ה קבר]ה וט[מ]‏‎ 485 der kleinen Zählung. Und hier ist begraben und gebor-
‎‏[ונה] אשה ירא[ת ד׳ בכל עת]‏‎ gen eine Frau, gottesfürchtig zu jeder Zeit
‎‏[ועונה] השכי[מה והעריבה לב״ה]‏‎ und Jahreszeit, sie machte sich auf morgens und abends in die Synagoge
‎‏[והתפללה לאל השוכן מעונה]‏‎ 10 und betete zu dem Gott, der in der Wohnstatt weilt,
‎‏[במצותיה היתה...]‏‎ in ihren Geboten war sie ...
‎‏[ ...לאביונים לכל אשר אליה]‏‎ ... den Bedürftigen, jedem, der an sie
‎‏[פונה ובשכר זה תנצב״ה א״ס]‏‎ sich wendet, und zum Lohn dessen sei ihre Seele eingebunden in das Bündel des Lebens, Amen Sela
top of the page

Kommentar

Datierung Gestorben, Donnerstag, 28.12.1724


ET gibt als Sterbedatum den 20.XII.1724 an, der 12. Tewet, der auch im sk und im MF belegt ist, ist aber der 28. Dezember 1724.
Zl 1-3: Zeilenaufteilung willkürlich vorgenommen.
Zl 2 und 3: Fehler auf dem Stein - der Name Hammel SeGaL gehört zum Gatten, nicht zum Vater.
Zl 3: ‎‏סג״ל‏‎ (SeGaL) ist die Abkürzung für ‎‏סגן לויה‏‎, was etwa stellvertretendes Haupt bedeutet und auf levitische Herkunft hinweist. Zunächst ein ehrender Titel ("Fürst der Levitenschaft"), wurde Segal in der Neuzeit zu einem verbreiteten Familien- bzw. Zusatznamen von levitischen Familien.
Zl 4: Kleinere Buchstaben.
Zl 7/8: Dem Platz nach zu urteilen war das Wort ‎‏טמונה‏‎ zeilenübergreifend.
Zl 9: Vgl. 1 Sam 17,16 und die Auslegungen dazu in bSot 42b; vgl. auch bSan 111b.
Zl 9-13: Zeilenaufteilung nach Ho, die, wie so oft von ihm willkürlich vorgenommen wurde.
Zl 10: ‎‏שוכן מעונה‏‎ ("der in der Wohnstatt weilt") ist eine aus Dtn 33,27 abgeleitete Bezeichnung für Gott, die z.B. am Ende der Pessach-Haggada vorkommt.

top of the page

Stilmittel


Reim auf -ah in Zln 7-13.

top of the page

Beschreibung


Beschreibung Hochrechteckige Stele mit eingezogenem rundbogigem Abschluß; in den Ecken je eine Rosette. Im stark eingezogenen Rundbogen des vertieften Schriftfeldes links das Hauszeichen im Hochrelief, rechts der Name des Hauses. Zwei oder drei Kopfzeilen im Rundbogen.
Hauszeichen Schwan
Zustand Starke Verwitterungen im oberen und rechten Rahmen sowie am rechten Rand und der linken unteren Ecke des Inschriftenfeldes, ein Loch in Zl 9. Ab Zl 11 ist der Stein eingesunken.

top of the page

Zur Person


Täubchen lebte erst im Haus Reifenberg-Krachbein, dann im goldenen Schwan.

top of the page

Zur Familie


Vater: Lejb Oppenheim z. Krachbein S. Mordechai (ET 27.I.1692).
Mutter: Made T. Lejb Flasche (ET 2.II.1727)
Sie heiratete vor 1697 Chajim Goldschmied-Hameln b. Itzek sg"l (ET 4.V.1751), der laut Dietz Silberhändler war und 1691 im Haus zur Wanne, 1700 im Goldenen Schwan lebte.
Kinder: Itsek Hameln z. goldenen Schwan (ET 13.IV.1751); Merdche Hameln z. goldenen Schwan (ET 16.IV.1771); Josef (ET 12.III.1733), starb unverheiratet; Frajdchen G. Schmaje Sondheim z. goldenen Schwan, dann z. Ampel (ET 7.I.1724). Da der Gatte nach ihrem Tod 1732 Geldche b. Gumpricht Bonn heiratete, ist unklar, von welcher der beiden Gattinnen die beiden erstgenannten Kinder stammen.
Großvater: Löb Flesch (ET 23.IV.1663, Ho 896, Nr. ffb-1160).

top of the page

Quellen / Sekundärliteratur

sk, 19/2, Nr. 68


MF, S. 160, Nr. 2

ET 20.XII.1724
Dietz, S. 125 (zum Gatten)
Ho 1850 und Ho 5525
HoNam S.727, Oppenheim-Hamel, Täubchen z. g. Schwan
HoEd: Ho 1850: keine Abweichungen; Ho 5525 beinhaltet nur den Text bis ‎‏ערב‏‎ in Zl 5.
HoSt 314

top of the page

Fotografien

  «   »

Andreas Hemstege

heutiges Foto
top of the page

Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1161
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-1161
(last modified - 2014-04-30 12:00)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (27144 Inschriften) angeboten werden.

Inschriften des Jahres 1724

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

 

contact us
Creative Commons Lizenzvertrag
http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-1161
is licensed under a
Creative Commons Attribution 4.0 International License
Valid XHTML 1.0 Strict
letztes update: 2014-09-15
powered by
tustep-logo
TUSCRIPT modul