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Frankfurt am Main, Battonnstraße 3875 inscriptions (1272-1828)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID ffb-1158
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1158: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ffb-1158

Name

Gutle bat Mosche Flesch ⚭ Juspa Honig [07.08.1740]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏האשה חשובה מ׳ גוטלה א׳ כ׳ יוזפא‏‎ Die angesehene Frau, Frau Gutle, Gattin des geehrten Juspa
‎‏[צ]ום פפוי[א]‏‎ - zum Pfau -
‎‏הויניק׃ בת כהר״ר משה‏‎ Honig, Tochter des geehrten Meisters, Herrn Mosche
‎‏פלעש ׃ נפטר׳ ונ׳ ביו׳ ה׳ י״ב‏‎ Flesch, verschieden und begraben am Tag 5, 12.
‎‏תמוז ת״ק ל׳ ׃ פ״ט אשה ישר׳‏‎ 5 Tammus 500 der Zählung. Hier ist geborgen eine Frau, aufrecht
‎‏והגונה ׃ כל מעשיה היתה‏‎ und würdig. all ihren Taten waren
‎‏בנעימה ׃ לא יוצאת מפתח‏‎ in Anmut. Sie geht nicht aus der Tür
‎‏ביתה רק יושבת באהלה ׃‏‎ ihres Hauses, sie sitzt nur in ihrem Zelt.
‎‏ב״ז תנצב״ה ׃ עש״צב ג״ע א׳‏‎ Um dessentwillen sei ihre Seele eingebunden in das Bündel des Lebens mit den übrigen Gerechten im Garten Eden, Amen

Kommentar

Datierung Gestorben, Donnerstag, 07.08.1740
Horovitz hat die Inschrift zweimal aufgenommen, einmal für das Jahr ‎‏ת״ק‏‎, und einmal für das Jahr ‎‏תק״ל‏‎, da er in diesem Falle das ‎‏ל‏‎ als Bestandteil der Jahreszahl und nicht als Abkürzung für ‎‏לפרט אנסאה‏‎. Die Quellen zeigen, daß die erste Lesart die richtige ist.
Zl 1: Erster Buchstabe kleiner.
Zl 3: ‎‏הויניק‏‎ (etwa: hoinik), hier wiedergegeben als Honig.
Zl 6b/7a: Könnte auch mit "bei all ihren Taten sang sie " übersetzt werden.
Zl 8: Das Bild der Frau, die im Zelt sitzt, wie es in Gen 18,9 vorkommt, wird in bBM 87a und bei Raschi zur angegebenen Bibelstelle als Symbol für die Keuschheit der Frau ausgelegt.
Abkürzung Tilden und Blüten; Satztrenner: halbhoch gesetzte Raute

Stilmittel

Reim auf -ah in Zln 5-8.

Beschreibung

Beschreibung Hochrechteckige Stele mit Voluten in den Ecken; schmaler, scharrierter Rahmen. Das vertiefte Schriftfeld schließt ab mit einem stark eingezogenen Rundbogen, darin im Halbrund das Hauszeichen, erhaben. Zwei Kopfzeilen, die zweite in kleinerer Schrift rechts und links vom Hauszeichen.
Hauszeichen Pfau
Zustand Verwitterungen in den Kopfzeilen und im oberen Teil des Schriftfeldes. Der Stein ist unterhalb der Zl 9 abgebrochen und liegt, einige Buchstaben der Zl 9 sind beschädigt.

Zur Person

Sie heiratete am 26.X.1730 Jusfe Honek (ET 3.XII.1767).
Gutle wohnte zuerst im Haus Birnbaum, dann bei ihrem Gatten im Haus Pfau.

Zur Familie

Vater: Mosche Flasche (ET 13.I.1743)
Mutter: Serle T. Joel Fuchs (ET 8.V.1737)
Kinder: Lejb (ET 3.VII.1746) starb als Kind; Madle, die am 14.V.1753 unverheiratet starb. Der Gatte hatte zwei weitere Kinder, Frummet (ET 27.XII.1806) und Tajche G. Dowid schwarz. Schild z. goldenen Hut (ET 23.IX.1807). Da er aber ab 1781 eine zweite Gattin hatte, ist nicht klar, ob diese beiden Kinder von Gutle oder von der zweiten Frau stammten.

Quellen / Sekundärliteratur

sk, 24/4, Nr. 115
MF, S. 243, Nr. 5
ET 7.VIII.1740 (unter Gute)
Dietz, S. 81 (zum Vater)
Ho 2349 und Ho 3383
HoNam S.714; Honig, Gutle z. Pfau geb. Flesch
HoEd: Zl 3 Ho 2349 ‎‏חויניק?‏‎, im Text ‎‏הויניק‏‎. Zl 4 Ho 2349 ‎‏נפטר׳ ונק׳‏‎, Ho 3383 ‎‏נפ׳ ונק׳‏‎, im Text ‎‏נפטר׳ ונ׳‏‎; Ho 2349 ‎‏ביום‏‎, Ho 3383 ‎‏יום‏‎, im Text ‎‏ביו׳‏‎; ‎‏ישרה‏‎, im Text ‎‏ישר׳‏‎. Zl 5 Ho 2349 ‎‏ת״ק לפ״ק‏‎, Ho 3383 ‎‏תק״ל‏‎, im Text ‎‏ת״ק ל׳‏‎. Zl 6 Ho 3383 ‎‏הי׳‏‎, im Text ‎‏היתה‏‎. Zl 7 Ho 3383 ‎‏יוצאות‏‎, im Text ‎‏יוצאת‏‎. Zl 8 Ho 3383 ‎‏יושבות‏‎, im Text ‎‏יושבת‏‎. Zl 9 Ho 3383 ‎‏א״ס‏‎, im Text ‎‏עש״צ בג״ע א׳‏‎.
HoSt 454 und HoSt 485

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Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1158
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(last modified - 2015-07-30 13:29)

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