(1272-1828)
| [פ״ט הו״ה הישי]ש והזקן כ״ה הירץ בן הר[ב] | Hier ist geborgen, der Teure und Erhabene, Greise und Alte, der geehrte Herr Herz, Sohn des Rabbiners, | ||||
| כ״ד א״ש תקפ״א | des überragenden Gelehrten, unseres Lehrers und unseres Meisters Bendit Wesel, das Andenken des Gerechten sei zum Segen, | ||||
| [הגאו]ן מוהר״ר בענדיט וויזל זצ״ל | - 24. Adar Zwei 581 - | ||||
| [אב״ד] דק״ק ברעסלוי נפטר | Vorsitzender der Gerichtsbarkeit der heiligen Gemeinde Breslau, verschieden | ||||
| [יום] ד׳ כ״ד ונקבר ביום ה׳ | 5 | Tag 4, 24. und begraben am Tag 5, | |||
| כ״ה אדר שני תקפ״א ל׳ | 25. Adar Zwei 581 der (kleinen) Zählung. | ||||
| אהימה? ואהימה מימ[ים] | Ich seufze und seufze Jahrtag | ||||
| [ימימה] אבל? לב? ..הוב?ם? | um Jahrtag Trauer? ... Herz? .... | ||||
| [הודל?] חדל? [מכל] כאב צע?רי נבדל? | hörte auf? von jedem? Schmerz unterscheidet? sich? mein Schmerz? | ||||
Datierung Gestorben, Mittwoch, 28.03.1821
Laut sk wurde Herz (HoSt 1818) oben an der Südseite begraben; links von seinem Kopf, das Grabmal von Jitche (Nr. 1069, Ho 4551, HoSt 1817, ET 15.V.1808), Gattin von David Wohl.
Der MF-Eintrag und die Eulogie bieten völlig verschiedene Texte.
Die Eulogie ist (noch) unklar. Die Ho Abschrift, mit mehrere Fragezeichen versehen, kann so nicht stimmen. Leider ist der Stein in Zln 7-9 stark verwittert, sodaß die Lesung sehr schwierig ist. Deutlich wird jedoch, daß die Eulogie eine persönliche Wehklage ist. Ein völlig anderer Stil, als die anderen Eulogien jener Zeit, dem sich nur ganz wenige anschlossen (s. Ho 5077 und 5092 von 1821, sowie 5097 von 1822).
Zl 5: "ich seufze", vgl. Ps 55,3
Zl 7b/8a: "Jahrtag um Jahrtag", Ex 13,10 und Ri 11,40, der jährliche Trauertag der Töchter Israel über Jeftahs Tochter.
7/8a: vermutlich Wortwiederholung und Gleichklang. die Worte drücken lautlich die Klageseufzer der Trauernden aus.
Maße
85 x 57 x 20 cm
Symbol
nein
Zustand
Die rechte Seite ist beschädigt. Der Anfang der Zln 1-5 fehlt. Zln 7-9 sind stark verwittert.
Hirz Wesel entstammte der berühmten Gomperz Familie. Sein Urgroßvater war Elias Emmerich, der in Kleve ein Lehrhaus gründete. Sein Vater, Baruch Benedikt, Sohn von Ruben kam um 1713 aus Wesel nach Breslau, wurde Rabbiner in Breslau und 1744 der erste Königliche Landrabbiner in Schlesien. Er starb Ende 1754, oder Anfang 1755.
Herz Gomperz-Wesel heiratete 1769 und erhielt so die Stättigkeit. Er wohnte im Haus Münze.
Vater: Bendit Wesel aus Breslau, gest.
Mutter: Mirjam, Tochter von Mosche Kleve aus Berlin (Ho 3279, ET 21.IV.1768)
Gattin: Jidche Chaje (Jette) b Juzbel Oppenheim (ET 14.IV.1800, nicht bei Ho)
Kind: Bendit Wesel, gest. 29.XII.1838
sk, 61/21, Nr. 31
MF, S. 915, Nr. 7 (ET: 966-5)
Kaufmann, Die Familie Gomperz S. 262f. und S. 72, 90, 140, 160, 201, 221ff., 339 (zum Vater)
ET 28.III.1821
Dietz S. 322
Ho 5060
HoNam S. 742: Wesel Herz
HoEd: Zl 3 מהור״ר, im Text מוהר״ר. Zl 6 לפ״ק, im Text ל׳. Zln 7-9 nachholen.
HoSt 1818
An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (25417 Inschriften) angeboten werden.
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