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Frankfurt am Main, Battonnstraße 3875 inscriptions (1272-1828)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID ffb-1045
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1045: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ffb-1045

Name

Jaakow Israel SeGaL ben R. Wolf Levi [20.08.1757]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏הישיש והזקן התורני כהר״ר יעקב ישראל סג״ל‏‎ Der Greise und der Hochbetagte, der Toragelehrte, der geehrte Meister, Herr Jaakow Israel SeGaL,
‎‏ב׳ ה״ה המנוח החסיד והמקובל הדיין מהור״ר וואלף לוי זצ״ל‏‎ Sohn des Seligen, des Frommen und des Kabbalisten, des Rabbinatsassessors, unseres Lehrers, des Meisters, Herrn Wolf Levi, das Andenken des Gerechten zum Segen,
‎‏נפטר ביו׳ ש״ק ונקבר למחרתו ביו׳ א׳‏‎ verschieden am Tag des heiligen Schabbat und begraben am folgenden, am Tag 1,
‎‏ה׳ אלול תקי״זין לפ״ק פה ספון וטמון ה״ה‏‎ 5. Elul 517 der kleinen Zählung. Hier ist verborgen und geborgen, es ist
‎‏יעקב איש תם וירא אלקים מנעוריו‏‎ 5 Jaakow, ein lauterer und gottesfürchtiger Mann von seiner Jugend an,
‎‏עובד מאהבה לפאר ליוצריו קדם‏‎ er dient in Liebe, seinen Schöpfer zu preisen, zum
‎‏ה׳ הש[כם והערב] בבית מגוריו בתורת‏‎ Ewigen (eilte) er frühmorgens und spätabends, in Sein Haus, mit der Lehre
‎‏ה׳ ע[סק ג״כ בל?]ילות בתמידות והבט‏‎ des Ewigen beschäftigte er sich, auch des Nachts? in Beständigkeit, und es blickten
‎‏עיניו [...] וישראל עושה ח‏‎ seine Augen ... Und Jisrael vollbringt
‎‏חיל לברוך מקוריו לבו שם למצו׳‏‎ 10 Mächtiges Dem, dessen Ursprung gesegnet ist, und sein Herz wendet sich den Geboten
‎‏ה׳ ולכבד הוריו ויאסף אל עמיו בש׳‏‎ des Ewigen zu und (dem Gebot), seine Eltern zu ehren. Und er wurde versammelt zu seinem Volk
‎‏טוב מזכיר ויודע לעשות רצון קוניו ב״ז‏‎ in gutem Namen, er rief (Ihn) an und wußte den Willen seines Schöpfers zu erfüllen, zum Lohn dessen
‎‏תנצב״ה ע״נ אי״ו שרר״ו ענשצ״ו שבג׳ עדן‏‎ sei seine Seele eingebunden in das Bündel des Lebens mit den Seelen von Awraham, Jizchak und Jaakow, Sara, Rachel, Riwka und Lea, mit den Seelen der übrigen gerechten Männer und Frauen, welche im Garten Eden sind,
‎‏אמן סלה‏‎ Amen Sela

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 20.08.1757
Laut sk wurde Jaakow Jisrael im oberen Drittel auf der Südseite des Friedhofs begraben. Rechts von seinem Kopf steht das Grabmal seiner Gattin Jutle (HoSt 1459).
Zl 2: das letzte Wort der Zeile, die Abkürzung ‎‏זצ״ל‏‎/"Das Andenken...", wurde in kleineren Buchstaben unter den Vatersnamen gestetzt.
Zl 4: "verborgen", vgl. Dtn 33,21.
Zl 5: Iob 1,1; 1,8; 2,3.
Zl 6a: vgl. Dtn 5,6 - den Ewigen aus Liebe und ganzem Herzen dienen.
Zl 6b: zu "preisen" vgl. Esr 7,27.
Zl 7a: "frühmorgens und spätabends", vgl. BM 7,1 und bSot 42b.
Zl 7b: "Sein Haus", vgl. Ps 119,54.
Zl 9b/10a: "Und Jisrael vollbringt Mächtiges", Num 24,18; Zeilenfüller am Ende der Zeile.
Zl 10b: "Herz zuwenden" vgl. Spr 5,18
Zl 11: Das Gebot, die Eltern zu ehren, vgl. Ex 20,12 und Dtn 5,16. Diese Hervorhebung bei einem "greisen und hochbetagten" verheirateten Mann, dessen Eltern Jahrzehnte vor ihm starben, ist ungewöhnlich und zeugt vielleicht von außergewöhnlicher Hingabe an die Eltern. "Versammelt zu seinem Volk", vgl. Gen 35,29.
Zl 14: In kleineren Buchstaben mittig unter die Inschrift gesetzt.
Abkürzung nicht mehr auszumachen; Satztrenner: keine

Stilmittel

Reim auf -av/‎‏־יו‏‎ in Zeilen 4-12.
Akrostichon in Zeilen 5, 9-11: ‎‏יעקבישראללוי‏‎ JaakowIsraelLevi

Beschreibung

Maße xxcm
Beschreibung Stele mit geradem Abschluß, an den oberen Ecken Voluten, in florale Ornamente auslaufend. Das vertiefte Schriftfeld hat einen gekehlten Rahmen und schließt mit einem eingezogenen Flachbogenabschluß, darin das Hauszeichen, ein erhabener Helm. Darüber auf dem Rahmen zwei dem Bogenverlauf folgende Zeilen.
Zustand Der Stein liegt, leichte Verwitterungsspuren im Schriftfeld und am rechten Rahmen. Rechts der Mitte des Schriftfelds befindet sich eine quadratische Vertiefung. Dieses Stück der Inschrift fehlte auch schon bei der Aufnahme durch Ho. Wahrscheinlich wurde an dieser Stelle der Grabstein ausgebessert - wegen eines Fehlers im Stein oder in der Inschrift; das entsprechende Stück ist verloren. Die Inschrift konnte teilweise rekonstruiert werden.

Zur Person

Meir zum goldenen Helm (Nr. ffb-2307, NoHo, ET 5.IX.1782)
Gutrut, Gattin des David Schwarzschild zum goldenen Hut (Nr. ffb-1000, Ho 3697, ET 9.III.1781)
Jaakow Jisrael heiratete um 1707 und wohnte im Haus zum goldenen Helm.

Zur Familie

Vater: Wolf S. Mosche Levi (Nr. ffb-1043, NoHo, ET 1.VIII.1728)
Mutter: Hendle, Tochter des Chajim Engel (Nr. ffb-1042, Ho 1625, ET 22.I.1713)
Gattin: Judle T. Meir Hausen (Nr. ffb-1044, Ho 2694, ET 7.X.1750)
Kinder: Mosche Levi zum goldenen Helm (Nr. ffb-1014, Ho 5555, ET 4.VI.1760)

Quellen / Sekundärliteratur

sk, 30/24, Nr. 107
MF, S. 355, Nr. 4 (ebenso ET)
ET 20.VIII.1757
Dietz, S. 185
Ho, Rabb., S. 168 (er selbst), S. 102, 107, 300 (Vater)
Ho 2918
HoNam S. 715: Jacob Isr. S. Wolf Levi
HoEd: Zl 3: ‎‏ביום‏‎, im Text ‎‏ביו׳‏‎ (zweimal); Zl 7: ‎‏בתורה‏‎, im Text ‎‏בתורת‏‎; Zl 8: ‎‏ה׳‏‎ fehlt bei Ho; Zl 10: ‎‏... ודחק נכון‏‎, im Text ‎‏לברוך מקוריו‏‎; Zl 11: ‎‏האל‏‎, im Text ‎‏ה׳‏‎, ‎‏כבד‏‎, im Text ‎‏לכבד‏‎; Zl 12: ‎‏ידע‏‎, im Text ‎‏ויודע‏‎; Zl 13: ‎‏שבגן‏‎, im Text ‎‏שבג׳‏‎. Zeile 14 fehlt bei Ho, ebenso der hier teilweise rekonstruierte, durch eckige Klammern gekennzeichnete Text in Zeilen 7-9 (siehe "Zustand").
HoSt 1460

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