logo epidat: epigraphische Datenbank

Frankfurt am Main, Battonnstraße 3875 inscriptions (1272-1828)

information   inscriptions   map   indices   Download
Inv.-Nr.:
year:
    «    [1186/3875]    »     »|
Edition Kommentar Stilmittel Beschreibung Personalia Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID ffb-1043
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1043: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ffb-1043

Name

Wolf Levi ben Mosche Levi [12.07.1728]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏ה״ה התורני המפורסם מוהר״ר וואלף לוי ז״ל‏‎ Der geehrte Herr, der weitbekannte Toragelehrte, unser Lehrer und Meister, der geehrte
‎‏ ־ צום העלום ־‏‎ Meister, Herr Wolf Levi, sein Andenken zum Segen
‎‏ ־ נפ׳ ונק׳ ביום ו׳ אב תפ״ח ל׳ ־‏‎ - zum Helm -
‎‏בן ה״ה התורני החסיד ה‏‎ - verschieden und begraben am Tag des 6. Aw 488 der Zählung,-
‎‏מקובל מוהר״ר משה לוי‏‎ 5 Sohn des geehrten Herrn, des Toragelehrten, des Frommen, des
‎‏זצ״ל ׃ נצחו עליונים את‏‎ Kabbalisten, unseres Lehrers und Meisters, des geehrten Meistern, Herrn Mosche Levi,
‎‏התחתונים ונקבר יום ב׳‏‎ das Andenken des Gerechten sei zum Segen. Besiegt haben die Oberen
‎‏ו׳ אב תפ״ח לפ״ק ׃ והיה חד‏‎ die Unteren, und er wurde begraben am Tag 2,
‎‏מבני עילאה בקי בספ‏‎ 6. Aw 488 der kleinen Zählung. Und er war einer der
‎‏רי וספרא ותלמיד בבלא !‏‎ 10 Oberen, der kundig war in Sif-
‎‏ ...‏‎ re und Sifra und dem babylonischen Talmud

Kommentar

Datierung Gestorben, Montag, 12.07.1728
Laut sk wurde Wolf (NoHo) oben in der Mitte des Friedhofs begraben. Rechts von ihm steht das Grabmal seiner Frau Hendle (HoSt 1627), links von seinem Kopf das Grabmal seines Vaters (NoHo).
Zum Datum: Die Unna-Abschrift des sk gibt den Sterbetag fhlschlicherweise mit dem 26. Aw an, entsprechend auch ET. Inschrift und Memorbuch nennen übereinstimmend den 6. Aw. Das Original-sk schreibt ‎‏בו׳ הנ״ל‏‎/ am sechsten desselben , daher der Fehler bei Unna (‎‏כ״ו‏‎ statt ‎‏בו׳‏‎).
Zl 1: alef-lamed-Ligatur.
Zl 4-5: zeilenübergreifendes Wort.
Zln 6-7: Mit den Oberen ist das Himmlische gemeint, mit den Unteren das Irdische. Vgl. z.B. bKet 104a: Die Magd Rabbis rief bei dessen Krankheit aus: Die Himmlischen verlangen den Rabbi (seine Seele) und die Irdischen verlangen ebenfalls den Rabbi (daß er hieniden bleibe). Als sie jedoch die schweren Leiden Rabbis sah, rief sie wiederum: Möge es der gcttliche Wille sein, daß die Himmlischen die Irdischen besiegen.
Zl 9: Sifre, wörtlich "die Bücher", Kommentar zu den Büchern Numeri und Deuteronomium.
Zl 9-10: zeilenübergreifendes Wort.
Zl 10: Sifra, wörtlich "das Buch", hltester Kommentar zum Buch Leviticus.
Schreibfehler: ‎‏תלמיד‏‎ statt ‎‏תלמוד‏‎. Der letzte Buchstabe der Zeile ist in den Rahmen geschrieben.
Zl 11: Der Stein ist an der Oberkante dieser Zeile gebrochen, es ist unsicher, wieviele Zeilen fehlen. Der nicht ganz vollständig zu entziffernde Eintrag im Memorbuch setzt das Lob auf Schimon Wolf mit einer Beschreibung seiner Frömmigkeit fort ("all seine Werke waren zum Wohle des Himmels", "demütig" etc) und hebt dann den Krankenbesuch und seine Mitgliedschaft in der Chewra Kaddischa Gmilut Chassadim hervor.
Abkürzung Haken, Schnörkel; Satztrenner: f

Stilmittel

Reim auf -a in Zln 8-10.

Beschreibung

Maße
Beschreibung Stele mit breitem scharriertem Rahmen, die mit einem eingezogenen Rundbogen abschließt. Auf den Schultern aufgesetzte Voluten. Das Schriftfeld schließt ebenfalls mit einem eingezogenen Rundbogen. Darin, im Halbrund, das Hauszeichen, ein erhabener Helm. Darüber auf dem Rahmen zwei Kopfzeilen, dem Bogenverlauf folgend.
Hauszeichen Helm
Zustand Der Stein ist im unteren Teil gebrochen und liegt.

Zur Person

Wolf heiratete am 31.8.1672 und wohnte im Haus zum goldenen Helm. Sein religiöser Name, in der Inschrift nicht genannt, lautet im Memorbuch Schimon. Laut Memorbuch war Wolf Dajjan.

Zur Familie

Gattin: Hendle, Tochter des Chajim Engel (Nr. ffb-1042, Ho 1625, ET 22.I.1713)
Kinder: Jaakow Jisrael zum goldenen Helm (Nr. ffb-1045, Ho 2918, ET 20.VIII.1757); Chaje, Gattin des Mosche zum schwarzen Schild (NoHo, ET 24.IX.1758)

Quellen / Sekundärliteratur

sk 20/5, Nr. 74
MF, S. 176, Nr. 4 (ET 209-1)
ET 1.VIII.1728
Dietz, S. 135 (der Sohn Jaakow Jisrael)
Ho, Rabb., S. 102, 109, 300
NoHo

Fotografien

  «    »  

Andreas Hemstege

heutiges Foto
recto
top of the page

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-1043
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-1043
(last modified - 2015-07-30 13:29)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1728

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=ffb-1043
letztes update: | licensed under a Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Attribution 4.0 International License
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
Datenschutzhinweis