(1272-1828)
| הר״ר משה אוך | Der Meister, Herr Mosche Aach. | ||||
| והאיש משה עניו | Und der Mann Mosche sehr | ||||
| מאוד מכל האדם | Demütig, mehr als jeder Mensch, | ||||
| הוא היה אחד מן | er war einer der | ||||
| עשרה בטלונים | 5 | zehn Müßiggängern, | |||
| ומשה עלה למרם ! | und Mosche stieg auf zur Höhe | ||||
| יום ג׳ ז׳ כסליו | (am) Tag 3, 7. Kislev | ||||
| שצ״ח לפ״ק ונקרא | 398 nach kleiner Zählung, und genannt wurde | ||||
| שמו החבר רבי | sein Name: der toragelehrte Herr | ||||
| משה בר מרדכי | 10 | Mosche Sohn des Mordechai | |||
| הלוי ז״ל תנצב״ה | Halevi, sein Andenken zum Segen. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens | ||||
Datierung Gestorben, Dienstag, 24.11.1637
Laut ET wohnte Mosche im Haus weisse Kanne. Auf dem Grabmal ist zwar eine Kanne dargestellt, von der wir aber annehmen, sie sei das Symbol der levitischen Abstammung von Mosche. Als Hauszeichen sehen wir die Darstellung eines Pfluges an.
Laut sk wurde Mosche zwischen dem Grabstein seines Vaters und seines Großvaters bestattet. Das Grabmal seines Vaters befindet sich heute ca. 2m. von dem Grabmals Mosches und damit nicht mehr genau an seinem ursprünglichen Ort. Das Grabmal des Großvaters (Nr. 0179) steht heute an der Mauer.
Zln 2/3: Num 12,3, auf den biblischen Mose bezogen, der als Vorbild für Demut gilt. Wird diese Eigenschaft bei Verstorbenen hervorgehoben, ist der häufigere Vergleich, der mit dem berühmten Tanaiter? Hillel, der ebenfalls (aber nicht nur) für seine Demut bekannt ist. Hier bietet sich der Bezug zu Mose an, um auf den Namen des Verstorbenen anzuspielen. Ob die Wahl dieses Verses auf Ereignisse in dem Leben Mosches hinweist, die mit dem Kontext von Num 12 zusammenhängen, wissen wir nicht.
Bei Verstorbenen mit dem Namen Mosche, deren Eulogien Zitate enthalten, die von dem größten Propheten handeln, werden oft Verse gewählt, die dessen Führungsqualitäten hervorheben.
Zln 4/5: vgl. Meg 1,3 - "zu einer großen Stadt gehören zehn Personen, die ihren Privatgeschäften entsagen und sich lediglich mit dem Synagogal-Wesen und sonstigen Gemeinde-Angelegenheiten befassen."
Zl 6: Zusammengesetztes Zitat aus Ex 19,3: "und Mosche stieg auf zu Gott" und Ps 68,19: "du stiegst zur Höhe".
Zln 8b/9a: Dtn 25,10, "genannt wurde sein Name" dessen Fortstzung "in Israel" lautet. Der hier geführte Name war der religiöser Name, wie man Mosche "in Israel nannte".
Abkürzung Kringel; Satztrenner:
Maße
116 x 70 x 12 cm
Symbol
Kanne
Hauszeichen
Pflug
Zustand
sehr gut erhalten. 3 Zln im Boden.
Dietz bezeichnet Mosche als den Stammvater der Familie Auch, verlegt sein Todesjahr auNr. 1658 und ordnet ihm einen Jakob zum goldenen Löwen aus Aachen als Vater zu.
Vater: Mordechai Halevi (Nr. 0394, Ho 598, ET 14.XI.1632)
Mutter: Judchen, Tochter von Mosche (Ho 638, ET 26.XI.1635)
Gattin: Pesslen, Tochter von Nachum (Ho 885, ET 7.V.1662)
Kinder: Nachum (Nr. 0388, nicht bei Ho, ET 20.XII.1686); Jizchak (Nr. 3020, NoHo, ET 7.XI.1657, Dietz S. 17 mit Todesjahr 1658); Blume, Gattin von Selkle Grotwol (Nr. 1675, Ho 1051, ET 28.I.1675)
Schwester: Gitchen, Gattin von Jizchak Aach (Nr. 0395, nicht bei Ho, ET 16.V.1649)
sk, S. 184, Nr. 17
MF, S. 20, Nr. 23 (ET: 23-17)
ET 24.XI.1637
Dietz S. 17
Lö, Jüdische Grabsteine, in: Blätter ..., II. Jg., Nr. 8, S. 61
Ho, Rabb S.
Ho 652
HoNam S. 724: Moses S. Mordechai
HoEd: Zl 1 mit dem Alltagsnamen fehlt bei Ho. Zl 3 מאד, im Text מאוד. Zl 4 הי׳, im Text היה. Zl 4/5 מעשרה, im Text מן עשרה. Zl 6 למרום, wie es richtig wäre, im Text wurde ein Buchstabe vergessen למרם. Zl 7 יום ב׳, wir entschieden uns für יום ג׳, weil sich die Ausführung des Buchstabens von den anderen ב׳ hier unterscheidet. Die Angabe bei Ho führt dazu, daß es keine Übereinstimmung von Wochen- und Monatstag gibt, wie schon Lö bemerkte.
HoSt 368
An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (25417 Inschriften) angeboten werden.
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