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Frankfurt am Main, Battonnstraße 3798 inscriptions (1272-1828)

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Name

Frumet bat Awraham Oppenheim ∞ Mosche Dajan [1.11.1724]          

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Edition und Übersetzung

‎‏הגבירה והצנועה מ׳ פרומ[ט א״כ משה דיין]‏‎ Die Herrin und die Züchtige, Frau Frumet, Gattin des geehrten Mosche Dajan
‎‏צום שפרינג ברונן‏‎ zum Springbrunnen,
‎‏בת ה״ה כמר אברהם אופ‏‎ Tochter des geehrten Herrn Awraham Oppenheim,
‎‏נהיים ז״ל ׃ נפ׳ ביום ד׳ ט״ו‏‎ sein Andenken zum Segen, sie verschied am Tag 4, 15.
‎‏חשון ונק׳ ה׳ ט״ז בו תפ״ה ל׳‏‎ 5 Cheschvan und wurde begraben (Tag) 5, 16. desselben 485 der Zählung.
‎‏ופה גנוזה וטמונה ׃ אשה‏‎ Und hier ist verwahrt und geborgen eine Frau,
‎‏משכלת ויראת יי בכל‏‎ verständig und den Ewigen ehrfürchtend zu jeder
‎‏[עת ועונה] כפה פרשה ל‏‎ Zeit und allezeit, ihre Hand öffnete sie den
‎‏[עניים ואביוני]ם לכל אשר‏‎ Armen und Bedürftigen, und jedem der sich
‎‏אלי׳ פונה ׃ מתן בסתר יכ‏‎ 10 an sie wandte. Gabe im Verborgenen be-
‎‏פה אף וחרונה ׃ ונשמתה‏‎ zwingt Zorn und Glut. Und ihre Seele sei
‎‏צרורה ב״ה ע״נ אי״ו שרר״ו‏‎ eingebunden in das Bündel des Lebens mit den Seelen von Awraham, Jizchak und Jaakow, Sara, Riwka, Rachel und Lea
‎‏וע״נ שצ״ו שבגן עדן א״ס ׃‏‎ und den Seelen der übrigen gerechten Männer und Frauen, die im Garten Eden, Amen Sela
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Kommentar

Datierung Gestorben, Mittwoch, 1.11.1724


Laut sk wurde Frumet (HoSt 2408) oben auf dem Friedhof begraben. Sie sollte bei ihrem Vater begraben werden, doch als man das Grab ausheben wollte, fand man überall Knochen, sodaß es nicht möglich war, sie bei ihrem Vater beizusetzen.
Zln 3b/4a: Zeilenübergreifendes Wort.
Zln 6b/7a: Spr 19,14 und 31,30. ‎‏יי‏‎ als Gottesbezeichnung ist in Frankfurt selten, kommt jedoch hin und wieder vor und ist wohl als besondere Ehrung für den/die Verstorbene anzusehen.
Zln 8b/9a: Spr 31,20. Zeilenübergreifendes Wort.
Zln 10b/11a: Spr 21,14 und bBB 9b: "wer Wohltat im Verborgenem erweist, ist größer als Mose". Zeilenübergreifendes Wort.

Abkürzung Punkt und Schnörkel; Satztrenner: ''

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Stilmittel


Reim auf -nah in Zln 6, 8 und 10/11.

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Beschreibung


Beschreibung Stele mit breitem, verziertem Rahmen und eine wulstartige Rahmenleiste, die den Rahmen vom eingetieftem Schriftfeld trennt. Dieser schließt mit einem eingezogenen Rundbogen. Darin im Halbrund das Hauszeichen in Hochrelief, umgeben von Zl 2, die das Hauszeichen in Worten wiedergibt. Darüber eine Kopfzeile, die dem Bogenverlauf folgt.
Hauszeichen Brunnen
Zustand Der Stein wurde in zwei große und zwei kleine Teile zerschlagen. Einer der großen Bruchstücke, der untere Teil des Steines, ist heute an der Mauer aufgestellt. Der andere liegt im Gräberfeld ca. 8 m davon entfernt. Es ist unklar, ob dieser Stein, der mit einem Hauszeichen versehen ist, zu den "ausgesuchten" Steinen gehörte, oder ob der untere Teil des Steines vor der Mauer lag und nur deshalb aufgestellt wurde. Die kleinen Teile fehlen.

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Zur Person


Frumet wohnte im Haus zum Springbrunnen.

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Zur Familie


Vater: Awraham S. Ber Oppenheim (nicht bei Ho, ET 19.IX.1696)
Mutter: Miriam T. Aharon zur weißen Leiter (Ho 1509, ET 3.VII.1705)
Gatte: Mosche S. Eisek Reuse (Ho 5610/o.Datum, ET 10.IV.1723)
Kinder: Elje Reuse (Ho 2149, ET 17.I.1735); Hindle G. Izek Fulda (Nr. ffb-1999, Ho 2494, ET 27.II.1744); Gutle, unverheiratet (Ho 1582, ET 18.VII.1710).

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Quellen / Sekundärliteratur

sk, 19/1, Nr. 56


MF, S. 159, Nr. 6 (ET: 192-5)

ET 1.XI.1724
Dietz, S. 233 (erwähnt den Gatten)
Lö, Jüdische Grabsteine, in: Blätter ..., IV. Jg., Nr. 2, S. 23
Ho 1765
HoNam S. 702: Dajan Frumet z. Springbrunnen geb. Oppenheim
HoEd: Überschrift 1720=‎‏תפ״א‏‎, muß lauten 1724=‎‏תפ״ה‏‎. Diese Verlesung des Todesjahres führt zur Umstimmigkeit im Datum, die schon Lö feststellte. Zl 1 ‎‏והגונה‏‎, im Text ‎‏והצנועה‏‎. Zl 4 ‎‏נפטר‏‎, im Text ‎‏נפ׳‏‎. Zl 5 ‎‏תפ״א‏‎, im Text ‎‏תפ״ה ל׳‏‎. Zl 7 ‎‏ד׳‏‎ als Gottesbezeichnung, im Text ‎‏יי‏‎. Zl 12 ‎‏בצרור‏‎, im Text ‎‏ב״ה‏‎.
HoSt 2408

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Fotografien

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Andreas Hemstege

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1991-1996
recto

Fragmente

Dem nur fragmentarisch erhaltenen Stein mit der Inv.-Nr. ffb-0010 konnte das Fragment ffb-0936 zugeordnet werden.

Andreas Hemstege

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recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-10
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-10
(last modified - 2013-12-10 17:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (27967 Inschriften) angeboten werden.

Inschriften des Jahres 1724

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

 

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