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Duisburg, Sternbuschweg (Feld 22) 41 Inschriften (1734-1962)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID du2-7001
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Duisburg, Sternbuschweg (Feld 22), du2-7001: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?du2-7001

Name

Elieser ben Schlomo Eljakum Getschlik SeGaL · (Lazarus von Geldern) [31.10.1734]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏האלוף היקר הר״ר‏‎ der Vornehme, der Teure, der Meister, Herr
‎‏אליעזר בן מוהר״ר‏‎ Elieser, Sohn unseres Lehrers und Meisters, Herrn
‎‏שלמה אליקום‏‎ Schlomo Eljakum
‎‏געטשליק סג״ל מדויסל‏‎ 5 Getschlik SeGaL aus Düssel-
‎‏דארף נפטר ליל א׳‏‎ dorf, verschieden in der Nacht 1,
‎‏ד׳ [חש]ון תצ״ה לפ״ק‏‎ 4. Cheschvan 495 der kleinen Zählung,
‎‏בדויזבערג תנצב״ה בג״ע‏‎ in Duisburg. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens im Garten Eden

Kommentar

Datierung Gestorben in der Nacht auf Sonntag, 31.10.1734
Zl 2: Ein Buchstabe (vermutlich ein ‎‏א‏‎) zwischen dem zweiten und dritten Wort der Zeile wurde wieder entfernt, wohl eine Korrektur des Steinmetzen.

Beschreibung

Maße 90 x 66 x 10
Lage Grabstein vom alten Ruhrorter Friedhof (G 4); heute auf dem Friedhof am Sternbuschweg, Feld 22
Beschreibung Stele mit leicht eingezogenem rundbogigen Abschluss. Über der hebräischen Inschrift befindet sich eingraviert eine Levitenkanne.
Symbol Levitenkanne
Zustand Beschädigungen am linken Rand, Verwitterungsspuren am Schriftfeld.

Zur Person

Lazarus von Geldern war einer von vier Söhnen und vier Töchtern des Schlomo Eljakum Getschlik von Geldern und der Gelle aus der Familie Hameln. Der Vater ist im Düsseldorfer Memorbuch verzeichnet: Schlomo Eljakum Getschlik ben Elieser Halevi, welcher im Alter von 93 Jahren am Donnerstag, den 26. Dezember 1709 gestorben war. Er war, so Kaufmann (s.u.), der angesehenste Mann aus der Judengasse von Düsseldorf. Durch gelehrtes rabbinisches Wissen und ungewöhnliche Frömmigkeit, durch Reichtum und Freigiebigkeit ausgezeichnet, hatte der Sohn Elieser Lewis sein Haus zum Mittelpunkte der Gemeinde gemacht, auf den alle Augen neidlos, bewundernd oder hilfesuchend, gerichtet waren. Über Lazarus selber ist leider nicht mehr bekannt. Diese älteste erhaltene hebräische Grabinschrift macht nur die nötigsten Angaben: Namen, Titel und Sterbedatum, gerahmt von den üblichen abgekürzten Einleitungs- und Schlußformeln, letztere hier erweitert durch den Zusatz im Garten Eden. Nur die einleitenden Epitheta der Vornehme und der Teure deuten hier die Abstammung aus einer der angesehensten jüdischen Familien Düsseldorfs an.
Die Betonung der Herkunft aus Düsseldorf und die Angabe des Sterbeortes Duisburg könnte darauf hindeuten, daß sich Lazarus nur vorübergehend in der Stadt aufgehalten hatte, als er hier starb und auf dem Friedhof der Ruhrorter Gemeinde beigesetzt wurde. Möglich wäre aber auch, daß er ein Mitglied der Duisburger Gemeinde war und seinerzeit die Duisburger Juden, für die ein eigener Friedhof in jener Zeit nicht nachgewiesen ist, den Ruhrorter Friedhof mitbenutzten und ihre Grabsteine durch die Angabe Duisburg (in der Inschrift etwa duisberg) von denen der Ruhrorter Juden unterschieden.

Quellen / Sekundärliteratur

David Kaufmann: Aus Heinrich Heines Ahnensaal, Breslau 1896, S. 48f., 56, 278f. (Nr. 13)

Fotografien

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Epigraphisches Bildarchiv, Steinheim-Institut

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1983
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Duisburg, Sternbuschweg (Feld 22), du2-7001
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=du2-7001
(letzte Änderungen - 2013-07-25 13:57)

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