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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-926
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-926: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-926

Name

Chaja Aptekmann geb. Rosanowski [24.02.1932]
Julius Aptekmann            

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
Chaja Aptekmann
geb. Rosanowski
geb. 20.7.1846 gest. 24.2.1932
Julius Aptekmann 5
geb. 19.7.1885 ermordet
Zum Andenken an meine
Grossmutter und meinen Vater
Opfer des Holocausts 1942
von ihrem überlebenden 10
Gerd geb. 1915
Sholom Ben Joel Ha Kohen
und 3 folgenden Generationen
in Argentinien
‎‏תנצב״ה‏‎ 15 Ihre Seeleen seien eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Chaja Aptekmann: Geboren 20.07.1846; gestorben 24.02.1932
Julius Aptekmann: Geboren 19.07.1885; ermordet
Im Gegensatz zu den bisherigen Gedenkinschriften für Opfer des Holocaust, die nur durch die Sterbedaten und/oder den Sterbeort das Schicksal der Opfer andeuteten, spricht diese Inschrift deutlich den Mord, das Überleben und den Fortbestand der Familie in Argentinien an.

Beschreibung

Symbol Davidstern
Zustand Über die ursprüngliche Inschrift für Chaja Aptekmann wurde eine Schrifttafel mit der Gedenkinschrift aufgesetzt.

Zur Person

Chaja Aptekmann geb. Rosanowski, Witwe des Tabakschneiders Marcus Aptekmann aus Thorn, starb im Alter von 85 1/2 Jahren an "Arteriosklerose" und "Herzschwäche".
Ihr im preussischen Thorn geborener Sohn, der Tabakhändler Julius (Jules), war verheiratet mit Edith Schindler, mit der er in Bayreuth lebte. Ihr ältester Sohn Karl Heinz wurde 1914 geboren, der zweite Sohn Gerd im Jahr 1915, der dritte Sohn Günther 1920. 1935 zog er mit seiner Familie nach Dortmund und versuchte dann, sich mit dem Fahrrad durch Belgien und Frankreich zu retten, wurde jedoch 1942 in Frankreich im Camp Rivesaltes ermordet. Sein Sohn Gerd überlebte und wanderte nach Argentinien aus, von wo aus er diese Gedenkinschrift für seinen Vater und seine Großmutter verfasste. Eine in Argentinien lebende Enkelin füllte für ihn ein Gedenkblatt der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem aus.

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Jules Aptekmann ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 3970265
Julius Aptekmann ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 491449

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 926: Frau Chaja ­Aptekmann · 1932

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-07-16
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-926
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-926
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)


Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-926
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