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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-722
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-722: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-722

Namen

(Pinkas) Skutsch [22.12.1897]
Albert Skutsch [11.01.1917]
Lina Skutsch [13.01.1922]        

Diplomatische Transkription

Hier ruht
unser geliebter Gatte u. Vater
Herr
Justizrath Skutsch
5 Kgl. Notar
geb. in Treuchtlingen am 8. Juli 1829
gest. zu Bayreuth am 22. Dez. 1897.
Unsere teure Mutter
Frau Lina Skutsch
10 gest. zu München am 13. November 1922
und unser lieber Bruder
Albert Skutsch
gest. zu München am 11. Januar 1917.

Kommentar

Datierung Geboren 08.07.1829 ; Gestorben und begraben Mittwoch, 22.12.1897 ;
Gestorben Donnerstag, 11.01.1917
Gestorben Freitag, 13.01.1922
Seit 1898 wurden die Reihen auf Feld B in Richtung Norden aufgefüllt und dafür erstmals seit den 1850er Jahren die streng chronologische Beisetzung unterbrochen durch zwei Familiengrabstätten. Während die erste hier jedoch der Gestaltung des Grabsteines nach zunächst nur dem Justizrat Skutsch gewidmet war und erst später mit dem Tod seines Sohnes und dann seiner Gattin erweitert wurde, errichtete man für das Ehepaar Karpeles (Grabstein Nr. bay-0725) von vorneherein ein großes Doppelmal.

Zur Person

Der Justizrath und königliche Notar Pinkus Skutsch, der erste jüdische Notar Bayreuths, war ein Sohn des Treuchtlinger Rabbiners Isaak Eisik Pinkas Skutsch und der Henriette Henele Horwitz. Er hatte in Naila gelebt und war verheiratet mit Lina aus München. Das Paar hatte drei Kinder: Die 1866 geborene Mathilde heiratete Julius Ulrich, das Paar liegt in München begraben. Die 1869 geborene Anna Skutsch starb 1872. Möglicherweise war Pinkas Skutsch der zweiten Frau seines Vaters, Adelheid geb. Harburger, nach Bayreuth gefolgt. Er starb hier im Alter von 68 Jahren an einem "Herzschlag". Sein Sohn Albert starb wie seine Mutter in München, beide sind nicht im Bayreuther Sterberegister verzeichnet, doch wurden in Bayreuth beigesetzt.

Hinweis  Die biographischen Angaben zur Familie Skutsch konnten durch Herrn Rolf Hofmann (HarburgProject@aol.com) ergänzt werden.

Zur Familie

Stiefmutter: Adelheid Skutsch geb. Harburger (Grabstein Nr. bay-0590)
Tochter: Anna Skutsch (Grabstein Nr. bay-8004)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 722: Pinkas ­Skutsch · 1897 Sylvia Habermann: "Juden im Erwerbsleben. Kaufleute und Gewerbetreibende vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert", in: Jüdisches Bayreuth, hrsg. von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Bayreuth 2010, S. 167-176, hier S. 170.

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-07-02
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Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-722
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(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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