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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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Jahr:
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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-466
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-466: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-466

Name

Jetty ­Taylor geb. Schwab [23.03.1860]          

Diplomatische Transkription

Hier
ruht die Asche
der verstorb[enen Frau]
Jetty ­Taylor
5 geborene Schwab
zu [...]nenstadt(?)
geboren den 22. December 1[8]22
gestorben den 23. März 1860.

Kommentar

Datierung Geboren 22.12.1822; gestorben Freitag, 23.03.1860
Auf diesem Grabmal wurde erstmals in Bayreuth auf ein hebräisches Element (in Form von Sprache und/oder Schrift) verzichtet und auch die Gestaltung des Grabmals und seine Verzierung geben keinerlei Hinweis auf das Judentum. Allerdings ist das Grabmal teilweise stark verwittert und es ist nicht ausgeschlossen, dass sich in dem bogenförmig um das Symbol laufende Feld eine lange einzeilige hebräische Inschrift befunden hat, die heute nicht mehr zu erkennen ist. Diese für Bayreuth ungewöhnliche Grabmalgestaltung lässt sich vielleicht darauf zurückführen, dass weder die Verstorbene noch ihr Gatte aus Bayreuth stammten.
Der geflügelte Engels- bzw. Cherubkopf steht für den das Paradies bewachenden Engel.

Beschreibung

Beschreibung Dieses ursprünglich mit einem achtzackigen Stern gekrönte Grabmal ist ein Beispiel für den neo-islamischen Stil, der sich im 19. Jahrhundert als jüdische Variante des Historismus ausprägte, beeinflusst vom neuen jüdischen Selbstverständnis als orientalisches Volk und der Idealisierung der maurischen Ära des Judentums in Spanien. Die Gestaltung des Grabmals geht offensichtlich auf eine Vorlage zurück, denn identisch oder sehr ähnlich gestaltete Grabsteine findet man auch auf anderen jüdischen Friedhöfen, z.B. in Laupheim (Grabstein Nr. lau-0466)
Symbol Engelskopf mit Flügel
Ornament gestalterische Verzierung
Zustand Verwitterung mittel; Beschädigung leicht

Zur Person

Henriette Jetty, auch Gitel, eine geborene Schwab(acher), war verheiratet mit dem Handelsmann und "Optikus" Sigmund Schlomo Taylor "von Barcelona in Spanien" (laut hebräischem Sterberegister). Die Belegungsliste gibt ihren Herkunftsort mit "Fürth" an. Henriette Taylor starb im Alter von 38 Jahren an "Brustkrebs".

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 466: Fr. Henriette Tayler · 1860 · aus Fürth Zur Gestaltung des Grabmals siehe Dagmar Dietrich: Kunsthistorische Einordnung und Würdigung der Grabsteine, in: Peter Kuhn, Jüdischer Friedhof Georgensgmünd (Die Kunstdenkmäler von Bayern, NF, Bd. 6), München/Berlin: Deutscher Kunstverlag, 2006, S. 147-205, hier S. 196f.

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-05-21
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-466
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-466
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1860

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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