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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-464
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-464: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-464

Name

Elchanan ben Awraham Würzburger (Elkan ­Würzburger) [28.01.1860]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Elkan ­Wü[rz]burger
Starb in de[...]ahren
[...]
‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏איש אשר יעשה טוב ולא‏‎ 5 ein Mann, der ›Gutes erweist, nichts
‎‏רע אשר היה אמת וצדק‏‎ Böses‹, Wahrheit und Gerechtigkeit bestimmten
‎‏מו״מ הר״ר אלחנן בן כהר״ר‏‎ sein Handeln und Wandeln, der Meister, Herr Elchanan, Sohn des geehrten Meisters, Herrn
‎‏אברהם [וו]י[ר]צבורגער ז״ל‏‎ Awraham Würzburger, sein Andenken zum Segen,
‎‏שנפטר בשיבה טובה ביום‏‎ der verschieden ist ›in gutem Greisenalter‹ am Tage
‎‏ש״ק ד׳ שבט תר״ך לפ״ק‏‎ 10 des heiligen Schabbat, 4. Schwat 620 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 5f: nach Spr 31,12  Zl 9: Gen 25,8

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 28.01.1860
Hier wurde eine deutsche Inschrift in lateinischen Buchstaben über die hebräische Inschrift gesetzt. An prominenter Stelle über im Giebelfeld des Grabsteins dominiert sie über die hebräische Inschrift, bleibt aber in ihren Angaben noch weitaus knapper als das Hebräische.

Beschreibung

Ornament florale Verzierung
Zustand Verwitterung stark; Beschädigung leicht

Zur Person

Der 1778 geborene Elkan, auch Hone, war ein Sohn von Abraham und Jochewet Würzburger. 1810 erhielt er eigenständigen Schutz in Bayreuth, wo er ein Wohnhaus und ein geschätztes Vermögen von 15.000 Gulden besaß und eine "Tuchhandlung mit seinem Bruder Jakob Werther" betrieb. 1815 heiratete er die 1797 geborene Gella, Tochter des Seckel Arnstein aus Sulzbach, die jedoch schon im folgenden Jahr im Kindbett starb. Daraufhin heiratete Elkan Würzburger im November 1817 die 1798 geborene Caroline Gitel Gutta, Tochter von Samuel Simon aus Hildburghausen. Aus ihrem in Abschrift erhaltenen Ehevertrag geht hervor, daß Karoline 4000 Gulden mit in die Ehe brachte, doch das Ehepaar beschlossen hatte, "daß zwischen uns die in der hiesigen Provinz geltende allgemeine Gütergemeinschaft ausgeschloßen seyn soll" (CAHJP D/Ba 28/236, fol. 21-23). 1818 wurde der Sohn Isaac Izek geboren, 1820 Abraham, der nach Amerika emigrierte. 1821 kam Pauline Babette Bunle zur Welt, 1822 Fanny Flora Frumet und 1824 Levi Luis, der seinem Bruder nach Amerika folgte. 1826 wurde Luise Liebe geboren, 1829 Simon Schimon, der ebenfalls nach Amerika ging, und 1832 Samuel Schmuel, der schon als Säugling starb. Der verwitwete Kaufmann, der "in Compangnie mit seinem Bruder Jacob Würzburger" gearbeitet hatte, starb im Alter von 82 Jahren an "Altersschwäche".
Das heute nicht mehr aufzufindende Grab des als Säugling gestorbenen Sohnes Samuel war vermutlich zunächst garnicht und später nur durch einen unbeschrifteten Grabstein gekennzeichnet, denn 1834 hatte eine Besichtigung des Friedhofs ergeben, dass "die Gräber der Kinder nachbenannter Eltern ... nicht mehr kennbar sind", und so wurde auch Elkan Würzburger aufgefordert, ein Kindergrab, vermutlich das seines Söhnchens Samuel, mit einem (beschrifteten oder unbeschrifteten) Grabstein zu versehen (CAHJP D/Ba 28/219, 3.6.1834).

Zur Familie

Vater: Awraham Würzburger (Grabstein Nr. bay-0236)
Mutter: Jochewet, Witwe des Awraham Ansbach Würzburger (Grabstein Nr. bay-0237)
1. Gattin: Gella Würzburger geb. Arnstein (Grabstein Nr. bay-0020)
2. Gattin: Caroline, Gattin des Hone Würzburger (Grabstein Nr. bay-0413)
Töchter: Luise Würzburger (Grabstein Nr. bay-0009); Fanny Würzburger (Grabstein Nr. bay-0532); Pauline Würzburger (Grabstein Nr. bay-0643)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 464: Elkan ­Würzburger · 1860

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-464
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-464
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-464
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