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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-431
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-431: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-431

Name

Perl ⚭ Izek Aub (Perl ­Aub) [27.06.1855]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏האשה הח{ש}ובה מ׳‏‎ die angesehene Frau, Frau
‎‏פערל‏‎ Perl,
‎‏אשת הפו״מ ר׳ איצק אויב נ׳ י״א‏‎ Gattin des Vorstehers und Leiters, Herrn Izek Aub, verschieden 11.
‎‏תמוז תרט״ו בשמונים וארבעה לחייה‏‎ 5 Tammus 615 in ihrem vierundachzigsten Lebensjahr.
Perl ­Aub
‎‏טרם הובלה לאיש נודעה בשערים‏‎ Noch ehe sie dem Gatten zugeführt, ›ward sie bekannt in den Toren‹,
‎‏חכמתה ובינתה כולם מפארים‏‎ ihre Weisheit und Einsicht von allen gerühmt,
‎‏בטח בה בעלה כי עמדה לימינו‏‎ ›auf sie vertraute ihr Gatte‹, denn ›sie stand ihm zur Rechten‹,
‎‏טעם טוב סחרה היא היתה מגינו‏‎ 10 ›gut ihr Gespür, gut ihr Handel‹, sie war sein Schutzschild,
‎‏ידיה לאביון שלחה ולעני כפה פרשה‏‎ ›ihre Hände streckte sie aus dem Bedürftigen und dem Armen reichte sie ihre Hand‹,
‎‏תרומת אלקיה הרימה משמנה ומגרשה‏‎ ›eine Gabe erhob sie dem Ewigen‹ ›von den Graupen und dem Öl‹,
‎‏ותרב מצות וצדקות כל ימי חייה‏‎ und sie mehrte Gebotserfüllung und Wohltaten alle Tage ihres Lebens,
‎‏במרומים יזכרו לה לנצח מעשיה‏‎ in den Höhen möge man sich ihrer Taten ewig erinnern.
‎‏תנצב״ה‏‎ 15 Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 Rückseite
Perl Aub
[---]

 

 Zl 7: Spr 31,23  Zl 9: nach Spr 31,10 | Zl 9: nach Ps 109,31  Zl 10: Spr 31,18  Zl 11: Spr 31,20  Zl 12: Num 15,19 u.ö. | Zl 12: Ex 2,16

Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 27.06.1855
Wie schon zwei Jahre zuvor beim Gatten, wurde auch dieser Grabstein von Perl Aub mit einer mehrzeiligen deutschen Inschrift auf der Rückseite versehen, die jedoch fast vollständig verwittert ist. Ob es sich auch hier um eine Übersetzung des hebräischen Textes handelt, ist daher nicht mehr festzustellen.

Stilmittel

Reim auf -rim in Zln 7,8, auf -ino in Zln 9,10, auf -ssah in Zln 11,12 und auf -eha in Zln 13,14.

Beschreibung

Ornament florale Verzierung
Zustand Verwitterung mittel

Zur Person

Die 1779 geborene Perl, auch Babette, Bertha und Pesle, war eine Tochter des Bayreuther Rabbiners Jakob Fischel und seiner zweiten Frau Brendel. Sie war verheiratet mit dem Hausierhändler und Gemeindevorsteher Isaac Meyer Aub. Ihr 1803 geborenes erstes Kind starb gleich nach der Geburt. 1808 kam ihr Sohn Fischel zur Welt, der Kaufmann in Bayreuth wurde. 1810 wurde Betti Brendel geboren, die nach Fürth heiratete, sich später scheiden ließ und nach Bayreuth zurückkehrte. 1811 kam Therese Tirz zur Welt, die in Fürth Fränkel Felheimer heiratete. Die Witwe Babette Aub starb im Alter von 83 Jahren an "Altersschwäche".

Zur Familie

Vater: Rabbiner Jakob Fischel (Grabstein Nr. bay-0260)
Mutter: Brendel, Gattin von Fischel (Grabstein Nr. bay-0259)
Gatte: Isaak Aub (Grabstein Nr. bay-0414)
Sohn: Fischel Aub (Grabstein Nr. bay-0572)
Tochter: Betti Aub (Grabstein Nr. bay-0495)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 431: Babette (Perl) Wittwe des Izak ­Aub · 1855

Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-431
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-431
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1855

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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