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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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Jahr:
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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-407
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-407: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-407

Name


Schmuel ben Awraham Erlebach (Samuel ­Erlebach) [22.02.1855]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏הפו״מ ר׳ שמואל ב׳ הר׳ אברהם ערלעבאך‏‎ der Vorsteher und Leiter, Herr Schmuel, Sohn des Herrn Awraham Erlebach,
‎‏ויצו על ביתו וימת ד׳ אדר תרט״ו‏‎ und er gebot seinem Haus und starb am 4. Adar 615.
‎‏מגזע ישר׳ היה ובנן של צדיקים‏‎ Vom Stamme Aufrechter war er und Nachkomme Gerechter,
‎‏בשלום ובמישור הלך עם כל אדם‏‎ 5 in Frieden und Geradheit wandelte er mit jederman,
‎‏[...]... עסק‏‎ ... beschäftigte er sich
‎‏[...]דעו‏‎ ...
[...] ...
[...] ...
 Sockel
Hier ruht 10
unser guter Vater
Herr Samuel ­Erlebach,
gestorben am 22. Februar 1855
im Alter von 59 Jahren

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 22.02.1855
Die stark verwitterte deutsche Inschriften wurde entsprechend der Angaben in den Registern ergänzt.

Beschreibung

Zustand Verwitterung stark, die Inschriften sind teilweise verloren.

Zur Person

Samuel Erlebach wurde 1796/98 geboren als Sohn des Bayreuther Handelsmanns, Hopfenhändlers und "Lotto-Collecteurs" Abraham Erlebach und der Gittel und absolvierte eine Ausbildung als "Handelskommis" bei seinem Onkel in Markt Erlebach. 1827 heiratete er die 1804 geborene Cäcilie Gutmann aus Bayreuth, 1828 wurde ihr Sohn Salomon Löw geboren, der schon im folgenden Jahr starb. Die 1830 geborene Caroline wanderte nach Amerika aus, ebenso wie ihre Geschwister, der 1832 geborene Max Emanuel, die 1833 geborene Auguste Gustel Gitel, die 1834 geborene Ernestine, der 1837 geborene Mayer und der 1842 geborene Adolph. 1845 kam die jüngste Tochter Flora zur Welt. Der Gemeindevorsteher und Hopfenhändler Samuel Erlebach beging im Alter von 59 Jahren Selbstmord. Im hebräischen Sterberegister ist als Todesursache "Apoplexia" angegeben, mit dem hebräischen Zusatz "Selbstmord".
Das heute nicht mehr aufzufindende Grab des als Säugling gestorbenen Sohnes Salomon Löw war vermutlich zunächst garnicht und später nur durch einen unbeschrifteten Grabstein gekennzeichnet, denn 1834 hatte eine Besichtigung des Friedhofs ergeben, dass "die Gräber der Kinder nachbenannter Eltern ... nicht mehr kennbar sind", und so wurde auch Samuel Erlebach aufgefordert, ein Kindergrab, vermutlich das seines Söhnchens Salomon Löw, mit einem (beschrifteten oder unbeschrifteten) Grabstein zu versehen (CAHJP D/Ba 28/219, 3.6.1834).

Zur Familie

Vater: Abraham Erlebach (Grabstein Nr. bay-0239)
Mutter: Gittel Erlebach (Grabstein Nr. bay-0233)
Gattin: Cäcilie Erlebach geb. Gutmann (Grabstein Nr. bay-0667)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 407: Samuel ­Erlebach · 1855

Fotografien

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Bert Sommer

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-407
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-407
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)


Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-407
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