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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-399
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-399: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-399

Name

Salman ben Schimschon (Salomon Samson ­Kurzmann) [19.05.1830]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏[...]תה עמד לפני ה׳ בהיכלו‏‎ ... stand er vor dem Ewigen in seinem Tempel,
‎‏[...] כראתך? גברו ופרצו פרץ‏‎ ... als du sahst, erstarkten sie und rissen einen Riß,
‎‏[...] אבלה אותה לעזוב הארץ‏‎ ... trauert, begierig, das Land zu verlassen,
‎‏[שמי]ם עלות מקום כבוד אומר כלו‏‎ 5 gen Himmel aufzusteigen, ›zu dem Ort, an dem Alles spricht: Ehre,‹
‎‏[מנ]שיקת אל יצאה בטהרה נשמתך‏‎ durch einen Kuß Gottes ging aus deine Seele in Reinheit,
‎‏שרפים ירדו לקראתך רום העלוך‏‎ Seraphim stiegen ab dir entgegen, zu den Höhen trugen sie dich hin,
‎‏ולפני כס שדי בקדושה? הביאוך‏‎ vor dem Throne des Allmächtigen in Heiligkeit brachten sie dich,
‎‏נוגה נגדך נעימות [נצח ב]ימינך‏‎ ›Glanz ist vor dir‹, ›Wonne in deiner Rechten immerdar‹.
‎‏התורני הקצין כהר״[ר זל]מן שחט‏‎ 10 Der Toragelehrte, der Einflußreiche, der geehrte Meister, Herr Salman, Schächter,
‎‏ובודק ונאמן דק״[ק פ]ה בן כהר״ר‏‎ Fleischbeschauer und Beglaubigter der heiligen Gemeinde hier, Sohn des geehrten Meisters, Herrn
‎‏שמשון ז״ל נפט[ר ב]יום [ד׳] ונקבר‏‎ Schimschon, sein Andenken zum Segen, verschieden am Tag 4 und begraben
‎‏יום ו׳ כ״ח אי[יר ת]ק״צ לפ״ק תנצב״ה‏‎ Tag 6, 28. Ijar 590 der kleinen Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 5: Ps 29,9  Zl 9: Ps 18,13 | Zl 9: nach Ps 16,11

Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 19.05.1830 ; begraben am übernächsten Tag

Stilmittel

Reim auf -lo in Zln 2,5, auf -erez in Zln 3,4, auf -echa in Zln 6,9 und auf -ucha in Zln 7,8. Reimschema: abbacddc.
Akrostichon in Zeilen 5-9: ‎‏שמשון‏‎ Schimschon

Beschreibung

Ornament florale Verzierung; gestalterische Verzierung
Zustand Verwitterung stark; Beschädigung schwer

Zur Person

Der am 28. Februar 1756 geborene, laut Kataster "arme" und "kränkliche" Gemeindediener und Schächter Salomon Samson stammte aus Bruck bei Erlangen und hatte 1801 Schutz in Bayreuth bekommen. 1814 nahm er den Familiennamen Korzmann bzw. Kurzmann an. Er war verheiratet mit der 1775 geborenen Bassia, geb. Meyer, vermutlich eine Tochter von Joseph Hirsch Schornweisach in Bayreuth. 1801 wurde ihr Sohn Samson geboren, der "das Geschäft seines Vaters" übernahm, woraufhin ihm laut Kataster aufgetragen wurde "das Metzgergeschäft ordentlich zu erlernen". 1803 wurde Hirsch geboren, der "seit 1819 verschollen" war. 1805 kam Clara Glück zur Welt, die den Lehrer Bamberger in Fürth heiratete. Die 1807 geborene Jette Ester heiratete den Bayreuther Kaufmann Leo Bamberger, die 1809 geborene Minette Mindel ehelichte den Rabbiner Feldenheld (?) in New York. 1811 kam Isaac Izek zur Welt, der in Germersheim ansässig wurde, und die 1815 geborene Eva Hefe ehelichte einen Herrn Rothenstein in New York. Der Kultusdiener Salomon Kurzmann starb im Alter von 74 Jahren an einem "Schleimschlag".

Zur Familie

Gattin: Bassia Kurzmann (Grabstein Nr. bay-0478)
Sohn: Samson Kurzmann (Grabstein Nr. bay-0517)
Tochter: Jette Bamberger geb. Kurzmann (Grabstein Nr. bay-0684)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 399: Salomon ­Kurzmann · 1830 Stadtarchiv Bayreuth, 2733: Namensveränderung und Immatrikulation der Juden (4.10.1814), Nr. 57: "Salomon Samson, - Salomon Korzmann".

Fotografien

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Bert Sommer

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-399
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-399
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1830

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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