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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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ID bay-360
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-360: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-360

Name

Henoch ben Jizchak Dilsheimer (Henoch ­Dilsheimer) [31.5.1835]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏... נכבד ? ... האלוף ?‏‎ ... geehrt ... der Vornehme,
‎‏כ״ה הענך בר יצחק דילזהיים ז״ל‏‎ der geehrte Herr Henoch, Sohn des Jizchak Dilsheimer, sein Andenken zum Segen,
‎‏[...] נפטר יום א׳ ג׳ סיון תקצ״ה‏‎ ... verschieden Tag 1, 3. Sivan 595.
‎‏חנוך איננו אלקים לקח אותו‏‎ 5 ›Chanoch ward nicht mehr, der Ewige nahm ihn hinweg‹,
‎‏בן חמש וששים שנה בהיותו‏‎ als er fünfundsechzig Jahre alt war,
‎‏יום גיל לבבו הי׳ לו יום מותו‏‎ ein Freudentag war ihm der Tag seines Todes,
‎‏צח ונקי אשר הוא מרום בעלותו‏‎ klar und rein war er, als er zur Höhe empor stieg,
‎‏חטא ועון כי נסלח לו בחלותו‏‎ Sünde und Vergehen waren ihm vergeben, da er Ihn anflehte,
‎‏קדוש חפץ דכאו לזכותו‏‎ 10 der Heilige ›wollte ihn durch Leiden zermalmen‹, um ihn zu reinigen.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 5: Gen 5,24  Zl 10: Jes 53,10

Kommentar

Datierung Gestorben Sonntag, 31.5.1835
Die Inschrift deutet ein schwieriges Leben an, voller Leid und Leiden, durch das Henoch Dilsheimer gereinigt und geläutert und erlöst durch den Tod ins ewige Leben eingehen konnte.

Stilmittel

Reim auf -oto in Zln 5-10.
Akrostichon in Zeilen 5-10: ‎‏חנוך בן יצחק‏‎ Chanoch  Sohn des Jizchak

Beschreibung

Zustand Verwitterung mittel; Beschädigung leicht

Zur Person

Der 1768 geborene Handelsmann Henoch Isaak (im Kataster Isaak, eigentlich Sohn des Isaak), der in Bayreuth Schutz erlangt hatte und hier einen "Hausierhandel mit Schnittwaren" betrieb, hatte 1814 den Familiennamen Dilsheimer (auch Diellsheimer) angenommen. Er war verheiratet mit der 1773 geborenen Rosalie Rösel; Kinder sind nicht nachgewiesen. Henoch Dilsheimer starb im Alter von 65 Jahren an einer "Lähmung der Urinblase".
In Bayreuth ist nur eine Person namens Chanoch (Henoch/Enoch) belegt. Möglicherweise war Henoch Dilsheimer identisch mit dem in der "Juden-Familien-Liste" von 1796 genannten 26-jährigen Knecht Enoch, der damals bei Meyer Wilmersdörfer (Grabstein Nr. bay-0331) in Diensten stand.

Zur Familie

Gattin: Rosalie Dilsheimer (Grabstein Nr. bay-0277)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 360: Henoch ­Dilsheimer · 1835 Stadtarchiv Bayreuth, 2733: Namensveränderung und Immatrikulation der Juden (18.08.1814), Nr. 52: "Henoch Isaac, - nun Henoch Isac Dilsheimer".

Fotografien

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Bert Sommer

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-360
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-360
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-360
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