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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-348
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-348: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-348

Name

Gittel ⚭ R. Jehuda Löb (Gutta ­Lemberger) [21.04.1810]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏האשה חשובה הרבנית‏‎ die angesehene Frau, die Rabbinersgattin,
‎‏מ׳ גיטל אשת הרב כמה״ו‏‎ Frau Gittel, Gattin des Rabbiners, des Geehrten, unseres Lehrers, des Meisters, Herrn
‎‏יהודא ליב אב״ד ק״ק שוובאך‏‎ Jehuda Löb, Vorsitzender der Gerichtsbarkeit der heiligen Gemeinde Schwabach.
‎‏כה קוננו בניה על קברה‏‎ 5 Dies wehklagten ihre Kinder an ihrem Grab:
‎‏אמנו איננו עלתה הטהורה‏‎ Unsere Mutter ist nicht mehr da, empor stieg die Reine.
‎‏נדבת לבה בעת שלותה‏‎ Ihre Herzensgüte in gesicherten Zeiten,
‎‏ובבגידת הזמן סבלנותה‏‎ ihre Geduld in Zeiten der Unwägbarkeit,
‎‏תעיד ותענה עלי צדקתה‏‎ mögen fürsprechen und zeugen von ihrer Gerechtigkeit.
‎‏נפטרת ש״ק א׳ דחה״מ פסח‏‎ 10 Verschieden (am) heiligen Schabbat, 1. Tag der Zwischenfeiertage von Pessach
‎‏תק״ע תנצב״ה‏‎ 570. Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 21.04.1810
Das Lob auf diese in hohem Alter verstorbene Rabbinersgattin ist in die Wehklage ihrer Kinder um den Verlust der gütigen und geduldigen Mutter gefasst.

Stilmittel

Reim auf -rah in Zln 5,6 und auf -tah in Zln 7-9

Beschreibung

Ornament florale Verzierung
Zustand Verwitterung leicht

Zur Person

Gutta Gittel, die laut hebräischem Sterberegister "vorher R. David Engländer zum Manne hatte", war vermutlich die dritte Gattin des aus einer Lemberger Rabbinerdynastie stammenden fürstlich-ansbachischen Landesrabbiners Löb (Juda Arje Löb) Lemberger, der 1792 in Schwabach gestorben war. Die verwitwete Rabbinersgattin starb im Alter von 83 Jahren an "Entkräftung".
Ihr erster Mann, der p. ("publicae Bediente") R. David Jacob Eng(el)länder, gehörte noch 1772 zu den Mitunterzeichnern des Schenkungsbriefs über die Bayreuther Synagoge.

Zur Familie

Tochter?: Jutta Tachauer (Grabstein Nr. bay-266)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 348: Gutta, Wittwe des Rabbiners Juda Löb · 1810 · in Schwabach Biographisches Handbuch der Rabbiner, hrsg. von Michael Brocke und Julius Carlebach, Teil 1: Die Rabbiner der Emanipationszeit in den deutschen, böhmischen und großpolnischen Ländern 1781-1871, bearbeitet von Carsten Wilke, München 2004, Bd. 2, S. 579 (Nr. 1054).
A. Eckstein: Geschichte der Juden im Markgrafentum Bayreuth, Bayreuth 1907, S. 120.

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2009-05-19
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-348
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-348
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

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Inschriften des Jahres 1810

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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