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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-338
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-338: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-338

Name

Schönche Reinfeld (Jeanette ­Reinfeld) [26.08.1841]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏האשה שינכה‏‎ die Frau Schönche,
‎‏רי[ינ]פע[ל]ד‏‎ Reinfeld,
‎‏נקברת יום ה׳ ט׳‏‎ begraben Tag 5, 9.
‎‏אלול תר״א‏‎ 5 Elul 601
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 26.08.1841
Hier wird erstmals in einer hebräischen Grabinschrift darauf verzichtet, den Namen in seiner traditionellen Form mit Ruf- und Vatersnamen anzugeben, stattdessen wird der Vorname gefolgt vom bürgerlichen Familiennamen - ein Einfluss der deutschen Grabinschriften, die nun nach und nach auf diesem Friedhof immer häufiger werden.
Zl 3: Der teilweise verwitterte Name wurde nach dem Sterberegister ergänzt.
Zl 4: Angegeben ist nur der Begräbnistag, weil Schönche Reinfeld Selbstmord beging, in dem sie sich im Main ertränkte, und der genaue Todestag offenbar nicht bekannt war.

Beschreibung

Zustand Verwitterung leicht

Zur Person

Die 1775 geborene Schönche, auch Schönga und Jeanette, war eine Tochter von Hirsch Gunzenhäuser und verheiratet mit dem 1763 geborenen Handelsmann Hirsch Machol/Mich(a)el, der 1792 Schutz in Bayreuth erhalten und zunächst mit Möbeln gehandelt hatte und dann "Schlossverwalter Reinsfeld auf der Eremitage" wurde, einer 1715 entstandenen historischen Parkanlage mit Wasserspielen sowie dem Alten und dem Neuen Schloss und einem 1720 errichteten Wohnhaus für den Verwalter. 1795 wurde ihre Tochter Caroline geboren, die den Lehrer Abraham Stern heiratete. Hirsch Michael, der 1814 den Familiennamen Reinfeld angenommen hatte, "starb als Christ", die "verwittwete Schloßverwalterin" Jeanette Reinfeld nahm sich im Alter von 68 Jahren das Leben durch "Selbstentleibung, in dem sie sich im Main ertränkte", wie schon zuvor ihre Mutter Fradel Gunzenhäuser.

Zur Familie

Vater: Hirsch Gunzenhäuser (Nr. bay-3299)
Mutter: Fradel Gunzenhäuser (Grabstein Nr. bay-0291)
Tochter: Caroline Stern (Grabstein Nr. bay-0391)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 338: Frau Jeanette ­Reinfeld · 1841 Stadtarchiv Bayreuth, 2733: Namensveränderung und Immatrikulation der Juden (18.08.1814), Nr. 35: "Michael, Hirsch, - nun Michael Reinfeld".

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-05-19
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-338
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-338
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1841

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-338
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