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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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ID bay-315
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-315: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-315

Name

Glik ⚭ Izek Schornweisach (Glück ­Schornweisach) [19.12.1793]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏אשה מאושרת זריזה ומהירה‏‎ eine glückliche, flinke und geschwinde Frau,
‎‏גליק אשת כ״ה איצק ש״ו נ׳‏‎ Glik, Gattin des geehrten Herrn Izek Schornweisach, sein Licht (leuchte),
‎‏חיה בנים רב צלחה כשפרה‏‎ Kindern Leben zu geben gelang ihr sehr, der Schifra gleich,
‎‏ובאה לאביונה טרם קראה‏‎ 5 und sie kam zur bedürftigen (Gebärenden), noch ehe man sie rief,
‎‏ערך המדות זולתה צעירה‏‎ der Wert der Tugenden ..., die Junge,
‎‏מעלה ולשון במהללה קצרה‏‎ Worte reichen nicht aus für ihr Lob ...,
‎‏עזבה לדאבנו ארץ מגורה‏‎ zu unserem Kummer verließ sie ›das Land ihres Aufenthaltes‹
‎‏ביום ה׳ ט״ז טבת תקנ״ד‏‎ am Tag 5, 16. Tewet 554.
‎‏תנצב״ה‏‎ 10 Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 8: Nach Gen 36,7 u.a.

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 19.12.1793
Die Hebamme Glik/Glück, die aufgrund ihres Namens auch mit dem seltenen Attribut "eine glückliche Frau" bedacht wird, wird mit der biblischen Hebamme Schifra verglichen und stand wie diese flink und kundig den Gebärenden bei. Die Gebursthilfe ist der einzige Frauenberuf, der schon seit dem Mittelalter in hebräischen Grabinschriften Erwähnung findet. Die Inschrift deutet an, dass Glück relativ jung verstarb und von ihrem Gatten überlebt wurde.
Abkürzung Zl 3: Der abgekürzte Familienname wurde entsprechend der Angabe in der Belegungsliste aufgelöst.

Stilmittel

Reim auf -ra in Zln 2 und 4-8.

Beschreibung

Ornament florale Verzierung; gestalterische Verzierung
Zustand Verwitterung leicht

Zur Person

Die Hebamme Glick, Gattin des Izek Schornweisach (ein kleines Dorf im Steigerwald bei Uehlfeld), wurde laut alten hebräischen Beerdigungsregister neben dem Sohn ihres Bruders, dem geehrten Izek, Sohn des Schimon Oettingen begraben, sie stammte also wohl auch selber aus Oettingen.

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 315: Glück, Ehefrau des Isaak ­Schornweissach · 1794

Fotografien

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Bert Sommer

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-315
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-315
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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