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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-226
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-226: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-226

Name

Jitla bat Schmuel Harburger SeGaL (Jette ­Harburger) [26.03.1795]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏הבתולה יטלא בת פו״מ‏‎ die Jungfrau Jitla, Tochter des Vorstehers und Leiters,
‎‏כ״ה שמואל ה״ב סג״ל‏‎ des geehrten Herrn Schmuel Harburger SeGaL,
‎‏נפטרת יום ה׳‏‎ verschieden Tag 5,
‎‏וי״ו ניסן‏‎ 5 sechster Nissan
‎‏תקנ״ה‏‎ 555.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 26.03.1795
Die Inschrift belässt es bei den allernötigsten Angaben: den traditionellen Namen, dem Vatersnamen und die auf die Herkunft deutenden Beinamen des Vaters - denn feststehende Familiennamen gab es nur selten, diese wurden erst mit Einführung der Zivilstandsregistrierung Anfang des 19. Jahrhunderts zur Pflicht. Als Vorsteher seiner Gemeinde war Schmuel, vom Stamm der Leviten abstammend, allgemein bekannt, so dass sein Beiname Harburger in der Inschrift auf zwei Buchstaben abgekürzt werden konnte.
Das Sterbedatum ist nach dem jüdischen Kalender angegeben, dessen auf die Erschaffung der Welt zurückgerechnete Chronologie heute (2010) das Jahr 5770 zählt. Das Geburtsdatum dagegen fehlt, denn es gehörte nicht zu den Elementen einer hebräischen Grabinschrift, spielte doch in älteren Zeiten das Datum der Geburt keine große Rolle. Auch einen Hinweis auf das Alter Jettles bietet die Inschrift nicht, doch gibt sie den Familienstand an und teilt uns mit, dass sie als Jungfrau, d.h. unverheiratet gestorben ist. Abgeschlossen wird die Inschrift mit dem üblichen Schlußsegen nach 2 Samuel 25,29, wie er seit dem Mittelalter auf fast jedem jüdischen Grabstein zu finden ist.
Abkürzung Der mit ‎‏ה״ב‏‎ /"H"B abgekürzte Familienname wurde entsprechend der Angabe in der Belegungsliste mit "Harburger" aufgelöst.

Beschreibung

Zustand Verwitterung leicht

Zur Person

Jitla, auch Jette, war eine Tochter des "Landbarnoßen" Samuel Abraham Harburger und der Rösle, die zu den ersten jüdischen Familien gehörten, die sich nach der Neugründung der Gemeinde im Jahr 1760 in Bayreuth niedergelassen hatten.

Zur Familie

Vater: Samuel Harburger (Grabstein Nr. bay-0227)
Mutter: Rösle Harburger (Grabstein Nr. bay-0228)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 226: Jette ­Harburger [Jgfr.] · 1795 Nathanja Hüttenmeister, Dan Z. Bondy: "Beispiele jüdischer Grabkultur", in: Jüdisches Bayreuth, hrsg. von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Bayreuth 2010, S. 161-165, hier S. 161f.

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2009-05-14
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-226
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-226
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1795

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-226
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