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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-159
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-159: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-159

Name

Sender ben Binjamin (Alexander ­Zentheimer) [23.06.1831]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש כשר וישר‏‎ ein tugendhafter und aufrechter Mann,
‎‏פו״מ כ״ה סענדר נפטר‏‎ der Vorsteher und Leiter, der geehrte Herr Sender, verschieden
‎‏יום ה׳ י״ב תמוז תקצ״א‏‎ Tag 5, 12. Tammus 591.
‎‏תנצב״ה‏‎ 5 Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 23.06.1831
Eine Grabinschrift ohne Angabe des Vatersnamen oder wenigstens eines Beinamens ist selten.
Namenskunde Der Name Sender ist eine deutsche Kurzform des Namens Alexander, der sich schon seit der Antike unter den Juden großer Beliebtheit erfreute.

Beschreibung

Zustand Verwitterung mittel

Zur Person

Der 1752 geborene Alexander Wolff stammte aus dem unterfränkischen Eltleben und hatte 1782 Schutz in Bayreuth erlangt. 1814 nahm er den Familiennamen Zentheimer an. Er war verheiratet mit Zirle Zierla Cicilie Uhlfelder aus Bayreuth und hatte mindestens sechs Kinder: Der 1788 geborene Isaac war bei der königlich-bayrischen Gendarmerie, ebenso wie sein 1798 (1796?) geborener Bruder Jacob, der in München ansässig war. Seine Tochter Jentel war 1796 acht Jahre alt, die Tochter Rösla 2 1/2 Jahre. 1801 wurde Breinle geboren, die schon 1820 starb (ein Grabstein ist nicht erhalten). Der 1804 geborene Simon war als Schuhmachergeselle "bey Meister Eydmann dahier in Arbeit". Außerdem lebten 1796 in Alexander Zentheimers Haushalt die 22-jährige Magd Sprinzla und der elfjährige Waisenknabe Nathan. Sein Vermögen wurde damals mit 1.300 Gulden beziffert, er hatte "keinen gewißen Handel" und lebte bei der Witwe des Sattlers Strauß zur Miete. Der verwitwete Handelsmann Alexander Zentheimer, der "von Almosen unterstützt wurde", starb im Alter von 83 Jahren an "Altersschwäche". Im hebräischen Sterberegister ist sein Name mit ‎‏סענדר בר בנימן‏‎ / "Sender, Sohn des Binjamin" angegeben.

Zur Familie

Gattin: Zirle Zentheimer (Grabstein Nr. bay-0153)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 159: Alexander Zentheimer · 1831 Stadtarchiv Bayreuth, 2733: Namensveränderung und Immatrikulation der Juden (18.08.1814), Nr. 50: "Wolf Alexander, - nun Alexander Zentheimer".

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-05-21
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-159
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-159
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1831

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-159
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