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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-138
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-138: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-138

Name


Jesle ­Joseph [13.07.1804]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏[איש] צדיק תמים‏‎ ›ein gerechter, lauterer Mann‹,
‎‏[...] ישרים‏‎ ... der Aufrechten,
‎‏[.]מקדמי׳ ומחשכי‏‎ (von) den Frühen und Späten
‎‏[בבי] כנישתא‏‎ 5 im Haus der Versammlung
... ...

 

 Zl 2: Gen 6,9

Kommentar

Datierung Gestorben Freitag, 13.07.1804
Laut Belegliste handelt es sich um den Grabstein des 1804 gestorbenen Jesle Joseph, der auf seinem leider stark verwitterten und tief eingesunkenen Grabstein dafür gelobt wird, dass er zu denjenigen zählte, die morgens früh und abends am täglichen Gebet in der Synagoge teilnahmen.
Namenskunde Bei dem Namen Jesle handelt es sich um eine Koseform des biblischen Namens Josef.

Stilmittel

Reim auf -im in Zln 2-3.

Beschreibung

Ornament florale Verzierung
Zustand Verwitterung stark; stark eingesunken.

Zur Person

Jesle Joseph (im hebräischen Sterberegister Jesle bar Jehosef), auch Jeslein und Jöslein Joseph, stammte aus Kleinsteinach (bei Neustadt an der Aisch) und wurde 1766 in Bayreuther Schutz aufgenommen; später nannte sich die Familie nach dem Herkunftsort des Vaters Stein bzw. Steininger. Er war verheiratet mit der 1738 geborenen Charlotte Jeanette Schanet Schönel. 1766 wurde sein Sohn Joseph Abraham geboren, der in Bayreuth einen Hausierhandel betrieb. 1768 kam Rebecka Riwka Rifkele zur Welt, die ledig blieb und sich von Handarbeit ernährte. 1770 wurde sein Sohn Jonas geboren, 1774 Leah, die viele Jahre krank war und ledig starb. Der 1776 geborene Hirsch war zunächst in Bayreuth "in Diensten" und betrieb dann wie sein Bruder einen Hausierhandel in Bayreuth, obwohl beide dazu laut Kataster "nicht ermächtigt" waren. Jacob wurde 1782 geboren. Die 1786 geborene Dorette Treindel ernährte sich ebenfalls von Handarbeiten, blieb ledig und starb 1864 (kein Grabstein); sie hatte eine 1809 geborene uneheliche Tochter namens Rosel Rosine (die ebenfalls zwei uneheliche Kinder zur Welt brachte). Der 1789 geborene Joseph Heskiel wurde Musikant ("Musicus"). Die "Juden-Familien-Liste" von 1796 verzeichnet noch drei weitere Kinder: die damals 20-jährige Sarle, den 10-jährigen Feifel und die einjährige Jentala. Der Handelsmann Jeslein handelte "mit alten Kleidern und hat auch etliche Pferde, die er zum Reithen verlehnt". Er lebte mit seiner Familie "beim Lohngerber Schlenk" zur Miete. Jesle Joseph starb im Alter von 66 Jahren an "Lungensucht" und "Entkräftung", seine Witwe wurde "von Almosen erhalten und von ihren Söhnen".

Zur Familie

Gattin: Charlotte Joeslein (Grabstein Nr. bay-0139)
Söhne: Josef Abraham Jesle (Grabstein Nr. bay-0212); Jonas Steiniger (Grabstein Nr. bay-0211); Jacob Steininger (Grabstein Nr. bay-0436); Joseph Jöslein Stein (Nr. bay-3469); Hirsch Jöslein (Grabstein Nr. bay-0282)
Töchter: Lea Jöslein (Grabstein Nr. bay-0444); Riwka bat Jesle (Grabstein Nr. bay-0213)
Enkelin: Rosine Stein (Grabstein Nr. bay-0440) (unehelichte Tochter von Dorette)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 138: Jesle Joseph · 1804

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2009-05-21
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-138
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-138
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)


Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-138
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