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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-119
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-119: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-119

Name

Josef ben Naftali Schornweisach (Joseph ­Schornweisach) [23.10.1823]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש כשר וישר‏‎ ein tugendhafter und aufrechter Mann,
‎‏יוסף בן זקנים בימיך דבאך‏‎ Josef, ›ein Sohn des Alters‹, ›wie deine Tage (nimmt zu) deine Kraft‹,
‎‏בר לבב יען היית ימי חייך‏‎ weil du ›reinen Herzens‹ warst alle Tage deines Lebens,
‎‏נפתלי אל עם חסידים נפתל נפשך‏‎ 5 Kämpfer Gottes?, mit den Frommen rang deine Seele?,
‎‏נפטר יום ה׳ י״ח חשון‏‎ verschieden Tag 5, 18. Cheschvan
‎‏תקפ״ד תנצב״ה‏‎ 584. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 3: Gen 37,3 | Zl 3: Dtn 33,25  Zl 4: Ps 24,4

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 23.10.1823
In der Belegungsliste wurde der abgekürzte Familienname fälschlicherweise mit "Schwabacher" aufgelöst.
Zl 3: Hier deutet die Inschrift an, daß Josefs Vater schon fortgeschritteten Alters war, als Josef zur Welt kam und stellt gleichzeitig einen Bezug zum biblischen Namenspatron Josef her, ebenfalls "ein Sohn hohen Alters" seines Vaters Jisrael.

Stilmittel

Reim auf -echa in Zln 3-5.
Akrostichon in Zeilen 3-5: ‎‏יוסף בר נפתלי‏‎ Josef Sohn des Naftali

Beschreibung

Ornament gestalterische Verzierung
Zustand Starke Verwitterung unterhalb des Schriftfelds.

Zur Person

Joseph Hirsch, auch Joseph Schornweisach, aus dem mittelfränkischen Schornweisach bei Uehlfeld, der 1761 Schutz in Bayreuth bekommen hatte, war verheiratet mit Heffela und hatte mindestens acht Kinder: 1768 wurde Caroline Kele Kehla Köhla geboren, die "taubstumm" war und sich durch "Haushaltung" ernährte. Eine weitere Tochter war die 1773 geborene Bassia, die den Gemeindediener und Schächter Salomon Kurzmann (Grabstein Nr. bay-0478) heiratete. Die Tochter Trainla war 1796 21 Jahre alt. 1770 kam Hirsch zur Welt, 1774 Samson und 1777 Mayer/Meyer, die gemeinsam in Bayreuth einen Hausierhandel mit alten Kleidern betrieben, Mayer schlug sich später als Tagelöhner und Garköcher durch. Die 1786 und 1788 geborenen Söhne Isaac und Jacob waren ebenfalls taubstumm und wurden von ihren Brüdern ernährt, Isaac betätigte sich zudem als "Tagelöhner", Jacob als "Stiefelwichser". Außerdem lebten in Joseph Schornweisachs Haushalt 1796 auch sein 56-jähriger Bruder Jacob Hirsch und der zehnjährige Waisenknabe Samuel Isaac, ein Sohn seines verstorbenen Bruders zu Burghaslach. Der verwitwete Handelsmann Joseph Hirsch, der mit alten Kleidern gehandelt und beim Baader Hartmann zur Miete gewohnt hatte, starb im Alter von 86 Jahren an "Schlagfluß" und wurde neben seinem Bruder Jokew beigesetzt.
1780 gehörte "Joseph Hersch" zu den Unterschreibern des Konzessionsgesuchs an den Markgrafen zur Anlage eines eigenen Friedhofs.

Zur Familie

Bruder: Jokew ben Hirsch Schornweisach (Grabstein Nr. bay-0118)
Gattin: Heffela, Gattin des Josef Schornweisach (Grabstein Nr. bay-0373)
Tochter: Kela, Tochter des Joseph Schornweisach (Grabstein Nr. bay-0120)
Söhne: Hirsch, Sohn des Josef Schornweisach (Grabstein Nr. bay-0121), Samson Josef Hirsch (Nr. bay-3449), Isaac Joseph Hirsch (Grabstein Nr. bay-0423), Jacob Joseph Hirsch (Grabstein Nr. bay-0511), Maier Joseph Hirsch (Grabstein Nr. bay-0505)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 119: Joseph ­Schwabacher ·

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-119
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-119
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1823

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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