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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-58
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-58: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-58

Name

Mosche ben Awraham Uhlfelder (Moses ­Uhlfelder) [22.04.1800]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏כהר״ר משה ב׳ כ״ה אברהם‏‎ der geehrte Meister, Herr Mosche, Sohn des geehrten Herrn Awraham
‎‏אולפע{ל}ד מכאן‏‎ Uhlfelder von hier,
‎‏נפטר יום ד׳ כ״ח ניסן‏‎ verschieden Tag 4, 28. Nissan
‎‏תקסמ״ך‏‎ 5 560.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 22.04.1800
Zl 3: Ergänzt und verifiziert nach dem deutschen Sterberegister und dem hebräischen Sterberegister mit der Schreibweise ‎‏אולפעלד‏‎ Uhlfeld, wie in der Inschrift.

Beschreibung

Zustand Verwitterung mittel; Beschädigung schwer

Zur Person

Der Handelsmann und "Hof-Factor" Moses Uhlfelder stammte aus Uhlfeld und hatte 1763 in Bayreuth Schutz bekommen, auf der ersten Gemeindeliste von 1763 ist er unter dem Namen Moyses Abraham Schimmel verzeichnet. Verheiratet war er mit Madel, mit der er mindestens sieben Kinder hatte: Der Sohn Abraham Löw und die Tochter Bela waren 1796 bereits in England ansässig. Der 1755 (oder um 1760) geborene Sohn David, der sich auch David Schimmel Greif nannte, wurde Lohnrössler und benannte seinen 1801 zweitgeborenen Sohn nach seinem verstorbenen Vater Moses. Außerdem sind 1796 noch der 24-jährige Salomon und die 22-jährige Esther verzeichnet, die "bei den Geschwistern in England" dienten, sowie die 11-jährige Simla und die 8-jährige Margum. Moses Uhlfelder, der 1796 "keine Schatzung" hatte, sondern "theils von der Judenschafft, theils von seinem ältesten Sohn, der einige Pferde hat, unterhalten" wurde, starb im Alter von 80 Jahren an einem "Geschwulst".
1780 gehörte er zu den Unterschreibern des Konzessionsgesuchs an den Markgrafen zur Anlage eines eigenen Friedhofs.
Die Tochter Esther heiratete den um 1772 in Dittenheim geborenen "Schmuser" Löw Isaias Dittenheimer zu Pappenheim, deren 1814 in Pappenheim geborene Tochter Clara heiratete 1833 den Pappenheimer Kaufmann Seligmann Abraham Harburger. Esther Dittenheimer geb. Schimmel liegt in Pappenheim begraben (Grab 273).

Hinweis  Die biographischen Angaben zur Tochter Esther konnten durch Herrn Rolf Hofmann (HarburgProject@aol.com) ergänzt werden.

Zur Familie

Sohn: David Uhlfelder/Greif (Grabstein Nr. bay-0157)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 58: Moses ­Uhlfelder · 1800 A. Eckstein: Geschichte der Juden im Markgrafentum Bayreuth, Bayreuth 1907, S. 93.

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-05-22
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-58
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(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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