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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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Inv.-Nr.:
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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-19
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-19: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-19

Name

Rosel bat Joel aus Fürth ⚭ Selke (Rösle ­Warnecke) [16.09.1815]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏גוף אשה חשובה היולדת מרת‏‎ der Leib einer angesehenen Frau, der Wöchnerin, Frau
‎‏רוסל בת כ״ה יואל מפיורדא‏‎ Rosel, Tochter des geehrten Herrn Joel aus Fürth,
‎‏אשת כ״ה זעלקי מכאן‏‎ Gattin des geehrten Herrn Selke von hier,
‎‏נפטרת יום ש״ק י״א אלול תקע״ה‏‎ 5 verschieden (am) Tag des heiligen Schabbat, 11. Elul 575.
‎‏בפיתקה של חוה היה מיתתך‏‎ In der Besiegelung der Eva war dein Sterben,
‎‏בתחיית המתים להחיותך‏‎ bei der Wiederbelebung der Toten wirst Du wiederbelebt werden.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 Rückseite
‎‏גוף אשה חשובה היולדת מרת‏‎ der Leib einer angesehenen Frau, der Wöchnerin, Frau

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 16.09.1815
Rösel Warnecke wurde in einer Reihe mit weiteren Wöchnerinnen begraben. Alle diese Grabsteine von Wöchnerinnen wurden anders herum aufgestellt als die anderen Grabsteine des Friedhofs, d.h. die Schriftfelder ihrer Grabsteine weisen nach Westen und nicht wie sonst nach Osten, in Richtung Jerusalem, dem Ort der erhofften Wiederbelebung am Ende der Tage.
Zl 6: Nach bSot 12a; bei der "Besiegelung" Chavas, der biblischen Eva, sei als Strafe für den Genuss der verbotenen Frucht im Paradies den Frauen der Wehenschmerz auferlegt worden (siehe Gen 3,16). Rosel starb also bei der Geburt ihres Kindes unter großen Schmerzen.

Stilmittel

Reim auf -tech in Zln 6-7.

Beschreibung

Beschreibung Auf der Rückseite des Grabmals ist unter der groß eingravierten Grabsteinnummer die zweite Zeile der Inschrift wiederholt, vermutlich ein Versehen des Steinmetz.
Ornament gestalterische Verzierung
Zustand Verwitterung leicht

Zur Person

Rosel, auch Rosalie, Tochter von Joel Buttenwiesen aus Fürth, hatte 1814 in Bayreuth den 1785 (laut Kataster 1789) geborenen Handelsmanns Elkan Alexander, auch Selke/Selki Alexander, geheiratet, der 1814 den Schutz seines Vaters Simon in Bayreuth erhalten hatte, den Familiennamen Wernecker (auch Warnecke) annahm, hier einen Hausierhandel bzw. "Landwarenhandel" betrieb und später in München starb. Rosel starb laut Sterberegister im Alter von 25 Jahren an einer "Lungenentzündung". Der hebräischen Inschrift nach starb sie im Wochenbett, infolge einer schweren Geburt, und wurde in der Reihe der Wöchnerinnen begraben. Dem Geburtsregister ist zu entnehmen, dass sie am 8. Juli 1815 eine Tochter namens Fratel auf die Welt gebracht hatte, die kaum zwei Wochen später starb.

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 19: Rösle, Ehefrau des Elkan ­Warnecke · 1815 Stadtarchiv Bayreuth, 2733: Namensveränderung und Immatrikulation der Juden (18.08.1814), Nr. 44: "Simon Alexander, - statt dessen der Sohn Selke Alexander, der den Schutz seines Vaters erhalten hat, u. sich nun nennt, - Selke Alexander Wernecker".

Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-19
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-19
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1815

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-19
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